Erstaunliches Debüt

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reader1965 Avatar

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Hayley Gelfuso hat mit "Das Buch der verlorenen Stunden" einen erstaunlichen Debütroman vorgelegt, den ich regelrecht verschlungen habe - und das, obwohl der Klappentext mich zuerst nicht angesprochen hat.

Es beginnt 1938 in Deutschland in einer riesigen Bibliothek mit Lisavet. Daraus macht die Autorin eine besondere Geschichte: Eine spannende & geheimnisvolle Reise durch Zeit & Raum, die unterschiedliche Genre verbindet: Ein bisschen Agentenroman, ein bisschen Liebesgeschichte & ein bisschen Historisches.

Dabei geht es viel um Erinnerungen: sie zu bewahren und vor dem Vergessen zu schützen. Es werden interessante Fragen aufgeworfen: Wie wichtig sind Erinnerungen für den Menschen? Was machen sie mit Menschen? Was wäre, wenn man Erinnerungen löschen könnte?

Die Autorin hat sich viel vorgenommen für ihr Debüt. Für mich hätte es etwas weniger Liebe sein dürfen & stellenweise etwas weniger Kitsch. Für die Charaktere hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht und an der ein oder anderen Stelle war die Geschicht noch nicht ganz rund. Aber dennoch ist es ein lesenswertes Buch - besonders wegen des mitreissenden Schreibstils und der Idee & der Darstellung von "Zeitreise".