Langsamer Start, warmes Herz đŸ’«

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lili_1302 Avatar

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„Das Buch der verlorenen Stunden“ von Hayley Gelfuso war fĂŒr mich ein Buch, in das man nicht sofort leicht hineinkommt. Ganz ehrlich: Der Anfang war zĂ€h und stellenweise sogar ziemlich langweilig. Ich musste mich erst einmal durch die ersten Kapitel kĂ€mpfen und war mir nicht sicher, ob mich die Geschichte wirklich packen wĂŒrde. Doch mit jeder Seite und von Kapitel zu Kapitel wurde es besser – spĂŒrbar besser.

Besonders berĂŒhrt hat mich die Liebesgeschichte zwischen Ernest und Lisavet. Sie ist ruhig, tiefgehend und unglaublich wĂ€rmend. Man fĂŒhlt die NĂ€he, aber auch den Schmerz, die Sehnsucht und all die unausgesprochenen GefĂŒhle zwischen den beiden. Genau diese Emotionen geben dem Roman seine StĂ€rke. Auch der Gedanke, Erinnerungen löschen zu können, hat etwas Verlockendes – wer wĂŒrde nicht manchmal gern belastende Momente hinter sich lassen?

Der Schreibstil ist sehr schön und teilweise fast poetisch. Die sanften Zeilen zwischendurch geben der Geschichte einen besonderen Klang und machen sie angenehm zu lesen. Obwohl ein Hauch Fantasie enthalten ist – eigentlich nicht mein Lieblingsgenre – hat mir das Buch am Ende wirklich gut gefallen. Es steckt viel Roman und GefĂŒhl darin, was fĂŒr mich den Ausschlag gegeben hat.