Okay, aber leider fehlt mir etwas besonderes

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moontales Avatar

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Das Buch klang echt gut und spannend und am Anfang dachte ich auch, dass es echt ein tolles und besonderes Buch wird. Aber je weiter es in der Handlung ging, desto weniger begeistert war ich. Das Buch hatte durchaus auch mal ein paar spannendere Momente, aber eine grundsätzliche Spannung konnte bei mir nicht aufrecht erhalten werden. Es ließ sich gut lesen und der Schreibstil war nicht schlecht, aber irgendwie hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Sowohl vom Schreibstil, als auch von der Handlung und den Charakteren her. Es ist mehr so eine Masse aus okay/kann man machen, ist aber nichts besonderes.

Es gibt einige Plottwists, bei denen die Autorin meiner Meinung nach sehr in die Klischeekiste gegriffen hat. Mich würde es doch sehr wundern, wenn sie damit irgendwen überraschen konnte. Ich hätte mir etwas weniger subtiles und vorhersehbares gewünscht. Die Handlung ist ansonsten teilweise etwas unlogisch und plump. Zum größten Teil aber okay, nur eben total vorhersehbar und deshalb auch etwas langatmig.

Die Charaktere waren mir am Anfang sympathisch, was über die Zeit hinweg leider abnahm. Vor allem bei Lisavet. Meist konnte ich ihre Zerissenheit schon spüren, aber öfter auch Handlungen nicht wirklich gut nachvollziehen und fand sie teilweise sehr egoistisch. Amelia konnte mir ebenfalls nicht besonders ans Herz wachsen, dafür hat man sie zu wenig kennengelernt und ich fand sie öfter zu naiv.

Die vielen begeisterten Stimmen und die Vergleiche mit der Mitternachtsbibliothek kann ich persönlich leider nicht nachvollziehen. Für mich war das Buch in Ordnung, aber mehr auch nicht. Ich würde es deshalb nicht unbedingt weiterempfehlen.