Poetisches Potpourri

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ellyon Avatar

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Am besten am Buch gefallen hat mir der Schreibstil. Aus anderen Sprachen übersetzte Bücher, klingen häufig flach und unbeholfen, aber hier ist es den Übersetzenden gelungen, den schönen und poetischen Stil beizubehalten. An manchen Stellen fanden sich noch Rechtschreib- und Zeichenfehler, was bei Dialogen verwirrend sein konnte, allerdings steht in meinem Exemplar, dass das Lektorat noch nicht abgeschlossen ist. Insgesamt gab es nur einen Fehler der genug herausgestochen ist, dass ich ihn mir gemerkt habe, und zwar dass auf Seite 455 ein 'erschossen' statt 'angeschossen' steht....

Die Wendungen sind teilweise vorhersehbar, aber trotzdem sind das Setting und Worldbuilding spannend genug, um auch die Geschichte zu genießen. Was mich ein bisschen gestört hat sind die Charaktere, die sich manchmal etwas unverständlich, gar dumm verhalten haben. Ich kann nicht einschätzen, ob das dem Plot diente, oder einfach die Art der Charaktere war. Auch die Charakterentwicklung von Lisaveth hat mich nicht begeistert. Sie war gut genug geschrieben, um glaubwürdig zu sein, aber nicht gut genug um nachvollziehbar zu sein. Vielleicht sind Lisaveth und ich aber einfach zu grundverschieden, deshalb möchte ich deswegen keinen Stern abziehen. Volle Punktzahl gebe ich trotzdem nicht, weil ich nicht glaube, dass ich noch oft über dieses Buch nachdenken werde. Ich habe es beim Lesen genossen, aber schlussendlich hat es zu wenig gesagt. Oder vielleicht zu viel, sodass das Theme unter den verschiedenen Genres die wild vermischt wurden untergegangen ist.

Zusammengefasst ist es ein angenehm zu lesendes Buch, von dem man nicht überschwänglich seiner Freundin erzählt, aber welches unterhaltsam ist.