Zum mitfiebern

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buecherbiene Avatar

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“Das Buch der verlorenen Stunden” von Haley Gelfulso, ist ein wunderschöner Roman über die Magie von Zeit und Büchern.

Eines Abends versteckt ihr Vater, Lisavet in einer geheimnisvollen Bibliothek, die ganz unabhängig von der Zeit existiert. Dort haben nur Zeithüter Zutritt, welche dafür sorgen, dass jede Erinnerung der Menschheit in Büchern festgehalten wird.
Doch leider zerstören manche Zeithüter bestimmte Erinnerungen, in ihrem eigenen Interesse und nur Lisavet scheint sie aufhalten zu können. Denn sie sammelt die zerstörten Erinnerungen in ihrem eigenen Buch.

Dieser Roman hat auf mich zu Beginn sehr unscheinbar gewirkt, hat mich letztendlich aber mehr als überzeugt.
Die Geschichte ist aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, welche in unterschiedlichen Zeiten agieren. Das sorgt aber überhaupt nicht für Verwirrung, sondern ist wirklich gut nachzuvollziehen. Diese Erzählweise macht die Bedeutung der Geschichte auch noch klarer.
Die Autorin spricht viele Missstände an und regt immer wieder zum Nachdenken an. Gerade das macht dieses Buch auch aus.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft, was es unglaublich einfach gemacht hat in der Geschichte zu versinken. (Ich war nicht nur einmal mit Lisavet im Zeitraum).
Die Charaktere sind super ausgearbeitet. Man lernt sie sehr gut kennen und vorallem auch einzuschätzen. Dabei wird dem eigentlichen Plot aber nicht vorgegriffen, sondern die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Ich habe auf jeder Seite bestens unterhalten gefühlt.
Die Fantasy-Elemente sind so dezent eingearbeitet gewesen, dass ich mich selbst dabei ertappt habe, wie ich kurz darüber nachdenken musste, ob dieser Zeitraum wirklich existieren könnte.

Also ein wirklich schöner und toller Roman im historischen Setting über die Liebe, Zeit und die Sinnlosigkeit von Krieg.