Sinnsuche und der persönliche Lebensweg

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Das Cover von „Das Café am Rande der Welt“ gefällt mir sehr und vor allem hat es für mich einen hohen Wiedererkennungswert - seit Jahren habe ich es vor Augen und nun habe ich das Buch auch endlich gelesen. Die starken Farben sind ein absoluter Eyecatcher und wirken trotzdem harmonisch. Auch im Inneren wird die Geschichte von Bildern im gleichen Stil begleitet und jeden Kapitelanfang ziert ein kleiner Bilderrahmen. Mir gefällt das sehr und die naive Bildsprache passt meiner Empfindung nach auch wunderbar zur Geschichte, genau wie die Wärme, die vor allem das satte Gelb ausstrahlt.

John Strelecky erzählt die Geschichte eines gestressten Managers, der auf dem Weg in den Urlaub ist, als er buchstäblich vom Weg abkommt und in einem ganz besonderen Café am Rande der Welt landet. Er wird mit tollem Essen versorgt, jedoch auch mit Fragen zum Sinn des Lebens konfrontiert und führt so eindrückliche Gespräche, dass in ihm etwas in Bewegung gerät…

Für mich ist es das erste Buch des Autors und ich mochte sehr, wie einfach, aber eindrücklich er seine Geschichte erzählt. Auf nur 127 Seiten entfaltet er sehr konzentriert eine Geschichte über die wesentlichen Fragen des Lebens und darüber, was uns wirklich wichtig ist, wie wir leben möchten. Er wählt einfache Worte und anschauliche Vergleiche, was mir sehr gefallen hat und was der Tiefe der Themen viel Raum lässt. Diese Geschichte regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, bietet Gesprächsanlässe und die Möglichkeit seine eigenen Einstellungen, Wünsche und Bedürfnisse zu hinterfragen. Völlig unaufgeregt und ohne dramatische Gesten führt der Autor uns LeserInnen zu der Erkundungsmöglichkeit des eigenen Lebenssinns.

Mir hat dieses Gedankenexperiment sehr gefallen und ich spüre, dass es in mir arbeitet. Ich bin wirklich gespannt, was diese Geschichte im Nachhinein noch in mir anregt und möchte sie all jenen LeserInnen empfehlen, die sich mit den großen Fragen des Lebens beschäftigen – viel Freude beim Entdecken!