Düsteres Märchen

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Dies war mein erstes Buch von der Autorin und ich war direkt positiv überrascht, wie mich der leichte und flüssige, aber auch sehr poetische Schreibstil einfangen konnte.

Das dreizehnte Kind handelt von Hazel, welche ungewollt zur Welt kam und danach dem Gott des Todes versprochen wurde. In ihrer Kindheit zieht sie zu ihrem Paten, durchläuft den Weg zu einer berühmten Heilerin und muss sich final daran messen, irgendwie den Fluch ihres Königreichs zu brechen.

Insgesamt besticht die Handlung mit vielen Märchen Elementen, wie dem religiösen Aspekt mit den drei großen Heiligen, den verfeindeten Königreichen, einem bisher ungebrochenen Fluch und einer klassischen Liebesgeschichte „Prinz verliebt sich in Bürgerliche“. Das hört sich erstmal sehr negativ an – ist es hier aber keineswegs!

Denn die Umsetzung ist der Autorin unglaublich gut gelungen. Dadurch, dass man Hazel seit Kindesbeinen aufwachsen erlebt, sieht und fühlt man mit ihr und erkennt, wie sie selbst nach und nach ihren persönlichen Weg fernab ihres vorbestimmten göttlichen Schicksals einschlägt und auch für jegliche Entscheidungen, sowohl gute als auch schlechte, geradesteht. Zudem ist die Liebesgeschichte sehr subtil und besonders zum Ende auch bittersüß.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Das Tempo bzw. die Spannungskurve waren relativ flach und durch die vielen Zeitsprünge zog sich die Handlung minimal.
Dennoch war dies mal eine überraschend andere Märchen Geschichte!