Zu langatmig

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Nachdem ich entdeckte, dass Erin A. Craigs "Das Dreizehnte Kind" als Neuerscheinung angekündigt war, war ich Feuer und Flamme - allein die Aufmachung des Hardcovers ist schon ein genauen Blick wert! Und auch unter dem so wunderschön gestalteten Cover des Schutzumschlags ist das Buch ein reiner Augenschmaus!
Natürlich kommt es nicht nur auf die Optik an - und schließlich hatte mich vor einigen Jahren "Haus aus Salz und Tränen" von der Autorin ebenfalls in der dunklen Jahreszeit begeistern können.
Nun freute ich mich auf ein ähnlich schönes Leseerlebnis, das mich märchenhaft in eine andere Welt tragen könnte.

Leider waren meine Erwartungen etwas zu hoch, denn obgleich ich abermals in den Genuss der sagenhaften Erzählweise Craigs kam, so blieb bei mir die Sogwirkung während des Schmökerns aus.

Kurz zusammengefasst geht es um Hazel, das dreizehnte Kind eines armen Paares, das schon vor ihrer Geburt dem Gott des Todes versprochen wurde.
Nach Jahren wird sie von ihrem ungewöhnlichen Paten aufgenommen und wird ihrem Schicksal gegenüber gestellt: Hazel soll eine Heilerin der Extraklasse werden.
Doch ist diese Gabe zugleich Geschenk, als auch Fluch..

So far, so good.
Wie erwähnt, der schmeichelnde Schreibstil von Craig lässt auch diese Geschichte zu etwas besonderem werden: Man fühlt sich an ein Märchen erinnert, cozy erzählt und emotional eingebunden.

..allerdings fehlte mir hier Tempo.
Das Buch umfasst 670 Seiten - und die merkte ich auch.. Einerseits lernt man so Hazel und ihre Welt gut kennen, aaaaber.. naja, ich selbst wurde nicht ganz warm mit ihr. Und insofern zog sich die Geschichte für mich.
Auch bin ich kein großer Fan von sich offensichtlich anbahnender Romance.. mehr sage ich dazu auch nicht. ;)

Irgendwie fand ich "Das Dreizehnte Kind" schön. Irgendwie aber auch nicht.
Diesmal war es für mich jedenfalls kein must read.