Zerfall (und Wiederauferstehung) einer Familie
Eingebettet in der idyllischen Marsch, nicht weit weg von der trubeligen Hansestadt Hamburg steht das reetgedeckte Häuschen von Monas Großeltern. In Vorbereitung auf die große Feier zum runden Geburtstag des Großvaters, trifft Mona dort ein um ein paar Absprachen zu treffen. Nur ist ihr Opa allein, von Oma Annemie fehlt jede Spur, keiner weiß wo sie ist und noch schlimmer Opa Karl lässt sich auch irgendwie nicht aus der Ruhe bringen. Seine Tage laufen weiter ab, als wäre nichts geschehen. Mona trommelt die ganze Familienbande zusammen, ihre beiden Onkel nebst angeheirateter Tante. Ihre Mutter glänzt durch Abwesenheit, da sie gerade im Ausland ist. Erst vergehen Stunden, dann Tage und Oma fehlt immer noch, auch das Einschalten der Polizei bringt keine weiteren Erkenntnisse. Währenddessen wird Opas Fest weitergeplant und Mona und ihre Tante sind damit voll ausgelastet und doch versucht Mona immer noch Omas Verschwinden auf die Spur zu kommen.
Katja Keweitsch „Das Flüstern der Marsch“ ist eher die Entladung eines heftigen Gewitters angereichert mit dem jahrzehntelangen Bewahren von Geheimnissen oder deren Existenz völlig ignoriert wird. Eine Familie die durch eine transgenerationale Traumatisierung geprägt ist von Beziehungsproblemen und deren weibliche Mitglieder über Generationen mit dem gleichen Schicksal konfrontiert werden. Zwei Menschen die denselben Fehler machen, dem Einen erlaubt es die gesellschaftliche Moral sich aus der Verantwortung zu kaufen, der Anderen wird jegliches Recht auf Verantwortung abgesprochen.
Es ist eine wirklich großartige Geschichte über die Rolle der Frau in der Gesellschaft der letzten 60 Jahre und das viele alte, schon längst überwunden geglaubten Rollenbilder, immer noch existieren. Monas Tante ist ein hervorragendes Beispiel dafür wie es im Jahre 2024 nicht mehr sein sollte und doch leider immer noch ist.
In sich abwechselnden Erzählsträngen wird die Vergangenheit von Annemie und Freya sowie die gegenwärtigen Erlebnisse von Mona und deren Tante beleuchtet, immer wieder untermalt von der Einzigartigkeit der Marsch. Ihrer Flora und Fauna, die so plastisch beschrieben ist, dass man förmlich hindurchspaziert.
Gefallen haben mir neben der wunderschönen Naturbeschreibung auch die Szenen die die Autorin auf Plattdüütsch wiedergibt.
Dieses Buch ist wirklich ein kleines Juwel, ich konnte es nur ganz schwer aus der Hand geben.
Katja Keweitsch „Das Flüstern der Marsch“ ist eher die Entladung eines heftigen Gewitters angereichert mit dem jahrzehntelangen Bewahren von Geheimnissen oder deren Existenz völlig ignoriert wird. Eine Familie die durch eine transgenerationale Traumatisierung geprägt ist von Beziehungsproblemen und deren weibliche Mitglieder über Generationen mit dem gleichen Schicksal konfrontiert werden. Zwei Menschen die denselben Fehler machen, dem Einen erlaubt es die gesellschaftliche Moral sich aus der Verantwortung zu kaufen, der Anderen wird jegliches Recht auf Verantwortung abgesprochen.
Es ist eine wirklich großartige Geschichte über die Rolle der Frau in der Gesellschaft der letzten 60 Jahre und das viele alte, schon längst überwunden geglaubten Rollenbilder, immer noch existieren. Monas Tante ist ein hervorragendes Beispiel dafür wie es im Jahre 2024 nicht mehr sein sollte und doch leider immer noch ist.
In sich abwechselnden Erzählsträngen wird die Vergangenheit von Annemie und Freya sowie die gegenwärtigen Erlebnisse von Mona und deren Tante beleuchtet, immer wieder untermalt von der Einzigartigkeit der Marsch. Ihrer Flora und Fauna, die so plastisch beschrieben ist, dass man förmlich hindurchspaziert.
Gefallen haben mir neben der wunderschönen Naturbeschreibung auch die Szenen die die Autorin auf Plattdüütsch wiedergibt.
Dieses Buch ist wirklich ein kleines Juwel, ich konnte es nur ganz schwer aus der Hand geben.