Fehler
Du musst Dich anmelden oder registrieren, bevor Du fortfahren kannst.

Tolles Abenteuer

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
fraulustig Avatar

Von

Abenteuerbücher mit Rätseln sind hier gerade hoch im Kurs. Als dann auch noch klar war, dass man bei Das Fundbüro der verlorenen Schätze – Band 1: Flammensturm selbst entscheiden darf, wie die Geschichte weitergeht, war die Neugier sofort geweckt.

Im Mittelpunkt stehen Karlos und Lotta, die eigentlich nur einen entspannten Tag in einem Freizeitpark verbringen wollen. Doch schon bald stolpern sie über ein Geheimnis. Im Fundbüro lernen sie Herrn Nox kennen, der sie auf ein verschwundenes Hufeisen aufmerksam macht. Dieses gehört zur Pferdestatue Flammensturm und ist kein gewöhnlicher Gegenstand, sondern ein Glücksbringer für die Pferde der Show. Als die Kinder später sehen, wie nervös und unruhig die Tiere sind, ist klar, dass sie handeln müssen.

Ab diesem Punkt wird das Buch richtig spannend. Die Geschichte wird nicht einfach von vorne nach hinten gelesen, sondern man trifft immer wieder Entscheidungen. Je nachdem, wofür man sich entscheidet, geht es auf einer anderen Seite weiter. Der grundlegende Handlungsstrang rund um das verschwundene Hufeisen ist zwar bei allen gleich, doch der Weg dorthin und vor allem das Ende können sich deutlich unterscheiden.

Besonders schön finde ich, dass sich das Buch dadurch mehrfach lesen lässt. Wir haben mehrere Enden ausprobiert und waren überrascht, wie unterschiedlich die Auflösungen sind. Wie das Hufeisen verschwunden ist und wie es am Ende wieder auftaucht, variiert stark. Eines bleibt jedoch gleich, Karlos und Lotta schaffen es immer, die Situation zu retten. Genau das macht den Reiz aus und sorgt dafür, dass man Lust hat, neue Wege auszuprobieren.

Auch die Gestaltung hat uns überzeugt. Die bunten Illustrationen passen wunderbar zur Geschichte und lockern das Lesen auf. Schriftgröße und Sprache sind gut verständlich und aus meiner Sicht ideal für Kinder ab der zweiten oder dritten Klasse, die auch selbst lesen möchten. Zusätzlich gibt es drei eingebaute Rätsel, ein Worträtsel, ein Labyrinth und einen Buchstabensalat. Jeder Handlungsstrang führt zu diesen Rätseln, was den Wunsch verstärkt, wirklich jede Ecke der Geschichte zu entdecken.

Negatives kann ich kaum nennen. Die Geschichte ist klar aufgebaut, spannend erzählt und bietet durch kleine Nebenwege immer wieder neue Impulse. Das Pferdethema ist außerdem angenehm geschlechterneutral und spricht sowohl Mädchen als auch Jungen an.

Für uns war es ein richtig gelungenes Mitmach Abenteuer mit Spannung, Rätseln und viel Lesespaß. Wir sind jetzt auf jeden Fall gespannt auf den nächsten Band und freuen uns schon darauf, wieder selbst über den Verlauf der Geschichte entscheiden zu dürfen.