Ein sehr unwillkommenes Geschenk
“Das Geschenk“ ist der neue, sehr ungewöhnliche Roman der flämischen Autorin Gaea Schoeters. Eines Tages tauchen plötzlich Elefanten in Berlin auf. Erst baden zwei in der Spree, dann werden es schnell immer mehr. Die Bundesregierung hat kurz zuvor das Verbot der Einfuhr von Jagdtrophäen beschlossen. Das bringt Botswana in große Schwierigkeiten, denn die Ausfuhr dieser Trophäen war ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Präsident schenkt Deutschland daraufhin 20.000 Elefanten und verbittet sich damit unmissverständlich diese Art von Einmischung. Die wachsende Zahl von Elefanten sorgt für vielerlei Probleme. Der Straßen- und Bahnverkehr wird erheblich gestört, es gibt zahlreiche Unfälle mit verletzten Menschen und Tieren, und die Müllabfuhr ist mit zweitausend Tonnen Elefantenhaufen pro Tag restlos überfordert. Regierung und Opposition sind sich uneins. Es gilt zu verhindern, dass die Rechte von der Situation profitiert und immer mehr Anhänger gewinnt. Bundeskanzler Hans Christian Winkler fürchtet um seine politische Laufbahn und holt sich mehrfach Rat bei seiner Mentorin, der ehemaligen Kanzlerin Erika Lange. Letztlich beschließt die Regierung eine Maßnahme, die nicht Winklers moralischen Überzeugungen entspricht, aber der Schadensbegrenzung dient.
Der Roman ist eine politische Satire, in der viele aktuelle Themen erkennbar sind, zum Beispiel der Klimawandel, das Flüchtlingsproblem und das Erstarken der Rechten. Das geht zu Lasten einer stringenten Handlung. Mir hat der Roman wesentlich weniger gefallen als “Trophäe“, der sehr erfolgreiche Debütroman der Autorin. Das liegt wohl auch einfach daran, dass ich Satiren weniger gern lese, so aktuell sie auch sein mögen. Insgesamt bin ich daher etwas enttäuscht.
Der Roman ist eine politische Satire, in der viele aktuelle Themen erkennbar sind, zum Beispiel der Klimawandel, das Flüchtlingsproblem und das Erstarken der Rechten. Das geht zu Lasten einer stringenten Handlung. Mir hat der Roman wesentlich weniger gefallen als “Trophäe“, der sehr erfolgreiche Debütroman der Autorin. Das liegt wohl auch einfach daran, dass ich Satiren weniger gern lese, so aktuell sie auch sein mögen. Insgesamt bin ich daher etwas enttäuscht.