Das Gesetz der Elite – Starke Idee, aber zu langatmig umgesetzt

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melinarap Avatar

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Das Cover hat mir richtig gut gefallen und hat mich direkt angesprochen. Es wirkt hochwertig und passt gut zur Thematik des Buches, weshalb ich auch mit ziemlich hohen Erwartungen gestartet bin.

Inhaltlich beginnt die Geschichte mit dem Tod eines reichen Fußballstars, der tot in seiner Kryosauna aufgefunden wird. Daraufhin übernehmen Columba Caselli, die eigentlich nicht mehr im Polizeidienst ist, und ihr Partner Dante Torre die Ermittlungen. Im Laufe der Handlung gibt es weitere Todesfälle unter reichen und mächtigen Personen, wodurch sich ein größeres Bild entwickelt.

Die Grundidee fand ich wirklich spannend, vor allem auch die gesellschaftliche Perspektive. Das Buch regt dazu an, über Machtverhältnisse und soziale Strukturen nachzudenken, was ich sehr interessant fand. Allerdings konnte mich die Umsetzung leider nicht wirklich überzeugen. Die Handlung hat sich für mich oft gezogen und wirkte stellenweise unnötig in die Länge gezogen. Dadurch kam für mich kaum echte Spannung auf.

Auch die vielen Figuren haben es mir nicht leicht gemacht, richtig in die Geschichte reinzukommen. Teilweise war es etwas unübersichtlich und ich musste mich öfter orientieren, was den Lesefluss gestört hat. Zusätzlich gibt es Passagen, die entweder zu ausführlich oder nicht ausreichend erklärt wirken, was das Gesamtbild etwas unausgeglichen macht.

Der Schreibstil an sich ist solide, aber ich habe trotzdem nur schwer ins Buch hineingefunden. Es ist kein klassischer Pageturner, sondern eher ein Roman, der im Nachhinein zum Nachdenken anregt, als während des Lesens zu fesseln.

Fazit:
Ein Buch mit viel Potenzial und interessanten Themen, das mich in der Umsetzung jedoch enttäuscht hat. Ich hätte mir deutlich mehr Spannung und einen besseren Lesefluss gewünscht. Empfehlenswert ist es eher für Leser*innen, die sich für gesellschaftskritische Themen interessieren und kein Problem mit einer ruhigeren, komplexeren Erzählweise haben.