Leider nicht mein Fall

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Dies war mein erstes Buch des Autors, daher kannte ich weder die vorherigen Teile noch die Ermittlerfiguren. Vielleicht hätte mir Vorwissen an manchen Stellen geholfen – insgesamt lag es hier für mich aber eher am allgemeinen Lesegefühl, dass ich nicht wirklich "warm" mit dem Buch wurde.

Ich habe tatsächlich zwei Anläufe gebraucht, um das Buch überhaupt zu beenden. Beim ersten Versuch war nach etwa einem Viertel die Luft raus, später habe ich erneut begonnen und kam auch dann nur schleppend bis zur Hälfte voran. Letztlich habe ich die zweite Hälfte eher überflogen, weil mich weder die Handlung noch die Figuren wirklich packen konnten.

Mein Hauptproblem war vor allem die fehlende Spannung. Für einen Thriller blieb mir das Tempo insgesamt zu verhalten, vieles zog sich für mein Empfinden zu sehr, ohne dass sich dabei ausreichend Sogwirkung entwickelte. Ich wartete lange darauf, dass die Geschichte Fahrt aufnimmt oder mich emotional stärker mitnimmt – leider vergeblich.

Auch zu den Charakteren habe ich keinen wirklichen Zugang gefunden. Gerade bei einer Ermittlerreihe ist das für mich wichtig, denn spannende Figuren können auch ruhigere Passagen tragen. Hier blieb bei mir jedoch kaum etwas hängen.

Vielleicht spielt auch mein persönlicher Lesegeschmack eine Rolle: Ich lese Thriller oft gern etwas härter, direkter und temporeicher. Autorinnen und Autoren wie Chris Carter, Jack Ketchum oder Veit Etzold treffen da eher meinen Nerv. Im Vergleich dazu konnte mich dieses Buch leider nicht abholen.

Das bedeutet aber nicht, dass es grundsätzlich schlecht ist. Ich bin sicher, dass Fans der Reihe oder Leserinnen und Leser, die ruhigere, klassischere Thriller bevorzugen, hier deutlich mehr Freude haben könnten. Für mich persönlich hat es jedoch einfach nicht gepasst. Deshalb vergebe ich 2 von 5 Sternen.