Spannender Thriller mit Gesellschaftskritik

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anlilileise Avatar

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Der Klappentext von Gesetz der Elite hat mich direkt neugierig gemacht und auch der Einstieg ins Buch hat mich sofort abgeholt. Schon nach den ersten Seiten entwickelt sich eine Spannung, die sich ziemlich konstant durch die ganze Geschichte zieht. Als plötzlich mehrere superreiche Menschen sterben, wird schnell klar, dass hinter allem deutlich mehr steckt als zunächst gedacht.

Im Mittelpunkt stehen Privatdetektivin Colomba Caselli und ihr Partner Dante Torre, die gemeinsam ermitteln und dabei immer tiefer in die Welt der Reichen und Mächtigen eintauchen. Ich finde es toll wenn starke, weibliche Ermittlerinnen die Hauptfiguren sind und auch Dante fand ich als Figur sehr interessant. Er wirkt teilweise etwas speziell, gleichzeitig aber unglaublich intelligent und aufmerksam. Generell mochte ich die Dynamik zwischen den beiden Ermittlern sehr.

Was mir außerdem gut gefallen hat, war die gesellschaftskritische Ebene des Thrillers. Es geht nicht nur um die eigentlichen Mordfälle, sondern auch um Macht, Geld und die Frage, wie sehr sich die Welt der Superreichen vom Rest der Gesellschaft entfernt hat. Dadurch hebt sich das Buch für mich von vielen anderen Thrillern ab.

Der Schreibstil liest sich angenehm und atmosphärisch, allerdings musste ich mich beim Lesen schon konzentrieren. Es tauchen viele Figuren auf und nicht jede war für mich sofort einzuordnen. Das Personenverzeichnis am Anfang war deshalb wirklich hilfreich. Zwischendurch hatte ich außerdem das Gefühl, dass sich die Handlung etwas in Details verliert und dadurch nicht jede Szene gleich spannend bleibt.

Trotzdem wollte ich immer wissen, wie alles zusammenhängt und wohin die Geschichte noch führt. Gerade die vielen Wendungen sorgen dafür, dass man ständig weiter rätselt.

Für mich war Gesetz der Elite ein spannender und intelligenter Thriller mit interessanten Figuren und einer ungewöhnlichen Thematik. Kein Buch, das man komplett nebenbei liest, aber definitiv eins, das im Kopf bleibt.