Melancholische Einwanderergeschichte
Als ich im Klappentext gelesen hatte, dass es hier unter anderem um das Quelle-Versandzentrum geht, bin ich hellhörig geworden. Denn jeder, der in Nürnberg oder Fürth wohnt, kennt dieses riesige Gebäude an der Stadtgrenze der beiden Orte. Mir hätte es gefallen, mehr über das Leben und Arbeiten dort zu erfahren. Stattdessen ging es hauptsächlich um die Enkelin der aus Rumänien eingewanderten Anni, die nach ihrer Flucht nach Deutschland bei der Quelle eine Anstellung bekam. Christina kehrt nach dem Tod von Anni in deren Gartenhaus zurück und setzt sich mit der Vergangenheit auseinander. Es herrscht eine lähmende, bedrückte Stimmung - sie will eigentlich das Haus ausräumen und weiß nicht so recht, was sie damit jetzt anfangen soll, es ist sehr heiß, ihr wortkarger Onkel kommt zu Besuch, sie reden über nichts. In vielen Rückblenden wird das Leben von Anni aufgerollt, teilweise spielt das Buch auch in Rumänien. Ich fand es ehrlich gesagt recht langweilig und langatmig, ich konnte keinen Zugang zu den Figuren finden und wusste nach dem Lesen nicht mal mehr, wie die Hauptfigur eigentlich hieß. Es war leider nichts für mich.