Was ist ein gutes Leben?
Christina erbt das Haus ihrer Oma Anni. In dieses kleine Dorf bei Nürnberg kam Anni damals Mitte der 60er Jahre aus Rumänien, zog erst alleine ihre Tochter Helene und dann ihre Enkeltochter Christina auf, nachdem Helene sie verließ und in die USA zog. Ihren Lebensunterhalt verdiente Anni beim Quelle-Versand, packte Pakete, die ins damalige Wirtschaftswunderland verschickt wurden. Anni hatte immer von einem „guten Leben“ geträumt, aber Arbeit und Erziehung ihrer Enkeltochter verlangten ihr viel ab. Dazu kamen die Reisen zu ihrer Mutter nach Rumänien. Kurz vor der Rente wird Anni entlassen, ein harter Schlag für sie:
"In zwei Jahren wollte Anni ihren Renteneintritt feiern. Sowie die anderen vor ihr wollte sie Sekt trinken, ein Geschenk und eine Karte und Umarmungen entgegennehmen, eine Urkunde von der Quelle kriegen. Stattdessen kriegt sie jetzt einen Arschtritt. Personalabbau. Und sie ist eine von denen, die abgebaut werden."
Nach Annis Tod erinnert sich Christina an Annis Leben und ihre eigene Kindheit. Sie schafft es nicht, Annis Haus leer zu räumen, zu sehr ist es voll mit Erinnerungen.
Hm, ich hatte sehr hohe Erwartungen an diesen Roman, der mich inhaltlich eigentlich stark angesprochen hatte. Der Schreibstil von Nadine Schneider ist auch ganz gut, nur die fehlende direkte Rede ist teilweise anstrengend zu lesen.
Leider plätschert die Geschichte etwas ereignislos dahin. Die verschiedenen Erzählstränge und Zeitebenen fand ich recht gelungen, auch die Geschichte rund um die „Quelle“ war interessant, aber insgesamt bliebt der Roman leider hinter meinen Erwartungen zurück. Man hätte aus diesem vielversprechend klingenden Plot mehr rausholen können.
Dennoch vielen Dank an den S. Fischer Verlag und an Vorablesen für das Rezensionsexemplar.
"In zwei Jahren wollte Anni ihren Renteneintritt feiern. Sowie die anderen vor ihr wollte sie Sekt trinken, ein Geschenk und eine Karte und Umarmungen entgegennehmen, eine Urkunde von der Quelle kriegen. Stattdessen kriegt sie jetzt einen Arschtritt. Personalabbau. Und sie ist eine von denen, die abgebaut werden."
Nach Annis Tod erinnert sich Christina an Annis Leben und ihre eigene Kindheit. Sie schafft es nicht, Annis Haus leer zu räumen, zu sehr ist es voll mit Erinnerungen.
Hm, ich hatte sehr hohe Erwartungen an diesen Roman, der mich inhaltlich eigentlich stark angesprochen hatte. Der Schreibstil von Nadine Schneider ist auch ganz gut, nur die fehlende direkte Rede ist teilweise anstrengend zu lesen.
Leider plätschert die Geschichte etwas ereignislos dahin. Die verschiedenen Erzählstränge und Zeitebenen fand ich recht gelungen, auch die Geschichte rund um die „Quelle“ war interessant, aber insgesamt bliebt der Roman leider hinter meinen Erwartungen zurück. Man hätte aus diesem vielversprechend klingenden Plot mehr rausholen können.
Dennoch vielen Dank an den S. Fischer Verlag und an Vorablesen für das Rezensionsexemplar.