Für mich funktioniert dieser Auftakt sprachlich nicht: Das Konzept der „Ehesprache" wird ausführlich erklärt statt gezeigt, und die Ich-Erzählerin kommentiert fast jede Beobachtung sofort selbst, statt den Leser:innen etwas zu überlassen. Die Ottolenghi-Tirade und der spätere Politik-als-„Personal-Branding"-Monolog sind mir zu lang und zu explizit ausformuliert; die Pointe wird mehrfach wiederholt statt zugespitzt.
Auch die Figuren wirken wie bekannte Typen der Gesellschaftssatire: der Architekt mit Smart Home, die neugierige Nachbarin, der erschöpfte junge Vater. Das ist alles schon oft geschrieben worden, ohne dass die leicht ironische Erzählerinnenperspektive etwas Neues daraus macht.
Spannungstechnisch passiert bislang nur ein Abendessen. Katrinas kurzer Moment der Verachtung und die Andeutung von Jacks verborgener Seite sind die einzigen Haken, aber beide werden zu vorsichtig gesetzt, um schon einen echten Sog zu erzeugen.
Auch die Figuren wirken wie bekannte Typen der Gesellschaftssatire: der Architekt mit Smart Home, die neugierige Nachbarin, der erschöpfte junge Vater. Das ist alles schon oft geschrieben worden, ohne dass die leicht ironische Erzählerinnenperspektive etwas Neues daraus macht.
Spannungstechnisch passiert bislang nur ein Abendessen. Katrinas kurzer Moment der Verachtung und die Andeutung von Jacks verborgener Seite sind die einzigen Haken, aber beide werden zu vorsichtig gesetzt, um schon einen echten Sog zu erzeugen.