So harmlos das Buchcover zunächst auf mich wirkte, so überraschend böse entpuppte sich im Verlauf jedoch der Inhalt von John Lanchesters Roman „ Das habe ich wegen dir getan“. Nach dem plötzlichen und viel zu frühen Tod ihres Mannes Jack, fällt Kate in ein tiefes Loch. Doch damit nicht genug, führt ihr Weg von dort aus direkt weiter in die Hölle, welche sich als „Betrug“, die neue Netflix-Serie von Drehbuchautorin Phoebe, präsentiert. Mit Scham und noch größerem Entsetzen erkennt Kate darin nicht nur Situationen aus ihrer Ehe mit Jack, sondern wortwörtlich auch ihre intimsten Gespräche und Details.
Eine furchtbare Vorstellung und eine Geschichte, die, letztendlich bittersüß und sarkastisch, von bösen Racheplänen zweier Frauen aus unterschiedlichen Generationen erzählt. Opfer werden zu Tätern, Sympathen zu Unsympathen, Liebe zu Hass und jeglicher Anstand und die Moral werden schlichtweg über Bord geschmissen. Um ehrlich zu sein, hatte ich Autor John Lanchester bis jetzt noch gar so nicht auf dem Schirm und war um so überraschter. Schon nach den ersten Seiten war ich von seinem direkten, irgendwie sehr speziellen Schreibstil nicht nur begeistert, sondern regelrecht in Beschlag genommen und empfand die ein oder andere Länge dadurch auch als überhaupt nicht schlimm. Er schreibt eingängig, bildhaft, intensiv und dennoch authentisch. Wobei mir die abwechselnde Ich-Erzählweise, zwischen den starken Charakteren Kate und Phoebe, besonders gut gefallen hat. Es fühlte sich an, als würde ich zwar staunend, aber dennoch nachvollziehbar von einem Abgrund direkt in den nächsten, noch viel tieferen, schauen. Die eingebauten Irreführungen und Wendungen empfand ich als sehr geschickt und pfiffig. Obwohl sie, besonders an einer Stelle, doch recht vorhersehbar waren, hat mich das gar nicht weiter gestört oder die Freude am Lesen geschmälert.
Fazit: Das Buch war mir ein richtig unterhaltsames, böses Vergnügen, das sich teilweise wie ein Thriller gelesen hat. Ich empfehle es nur allzu gerne weiter und halte John Lanchester ab sofort definitiv unter Beobachtung ;-)
Eine furchtbare Vorstellung und eine Geschichte, die, letztendlich bittersüß und sarkastisch, von bösen Racheplänen zweier Frauen aus unterschiedlichen Generationen erzählt. Opfer werden zu Tätern, Sympathen zu Unsympathen, Liebe zu Hass und jeglicher Anstand und die Moral werden schlichtweg über Bord geschmissen. Um ehrlich zu sein, hatte ich Autor John Lanchester bis jetzt noch gar so nicht auf dem Schirm und war um so überraschter. Schon nach den ersten Seiten war ich von seinem direkten, irgendwie sehr speziellen Schreibstil nicht nur begeistert, sondern regelrecht in Beschlag genommen und empfand die ein oder andere Länge dadurch auch als überhaupt nicht schlimm. Er schreibt eingängig, bildhaft, intensiv und dennoch authentisch. Wobei mir die abwechselnde Ich-Erzählweise, zwischen den starken Charakteren Kate und Phoebe, besonders gut gefallen hat. Es fühlte sich an, als würde ich zwar staunend, aber dennoch nachvollziehbar von einem Abgrund direkt in den nächsten, noch viel tieferen, schauen. Die eingebauten Irreführungen und Wendungen empfand ich als sehr geschickt und pfiffig. Obwohl sie, besonders an einer Stelle, doch recht vorhersehbar waren, hat mich das gar nicht weiter gestört oder die Freude am Lesen geschmälert.
Fazit: Das Buch war mir ein richtig unterhaltsames, böses Vergnügen, das sich teilweise wie ein Thriller gelesen hat. Ich empfehle es nur allzu gerne weiter und halte John Lanchester ab sofort definitiv unter Beobachtung ;-)