Die spannende Grundidee verliert sich in langatmigen Alltagsszenen
Kate ist sich sicher, dass ihre langjährige Ehe mit Jack unangreifbar ist, im Lauf der Zeit haben sie ihre eigene, geheime Sprache entwickelt, Formulierungen, die sie nur unter vier Augen verwenden. Als ihr Mann unerwartet stirbt, muss sie nicht nur mit ihrer Trauer kämpfen, eine neue Netflix-Serie um einen untreuen Ehemann, der seiner Geliebten gegenüber exakt die selben Sprüche verwendet, die sie nur von Jack kennt, lassen das gemeinsame Leben in ganz neuem Licht erscheinen.
Die Drehbuchautorin Phoebe, deren neue Serie gerade durch die Decke geht, hat nach außen hin alles, was es für ein glückliches Leben braucht, eine stabile Beziehung, beruflichen Erfolg und das richtige Maß an Biss, um allen Tücken des Alltags aus dem Weg zu gehen. Doch ausgerechnet jetzt scheint ihr Glück zu kippen, sie wird mit Fehlbestellungen und negativen Kommentaren im Internet überschüttet.
"Das habe ich wegen dir getan" von John Lanchester ist ein Roman, dessen vielversprechende Ansätze sich ab der Buchmitte mehr oder weniger in Langeweile verlieren. Von dem versprochenen Humor habe ich nicht wirklich etwas mitbekommen, die bitterböse Rachegeschichte fand ich vom emotionalen Gesichtspunkt her eher erschreckend. Sicherlich gab es einige wohlplatzierte Seitenhiebe auf den Generationskonflikt zwischen Babyboomern und Millenials, auch die prekäre Situation auf dem britischen Immobilienmarkt fand ihre Beachtung. Doch die Betrachtung der Figuren, die der Handlung emotionale Tiefe verleihen könnte, blieb in meinen Augen flach und einseitig.
Dabei ist es meiner Meinung nach nicht zwingend notwendig, die Protagonisten als Sympathieträger darzustellen, um ein Buch gefühlsintensiv und mitreißend zu gestalten. Die Hintergründe, die Kate und Phoebe die Motive für ihre Handlungen lieferten, fand ich tatsächlich genial konstruiert, die erzählerische Umsetzung konnte mich aber leider nicht begeistern, die Spannung verlor sich für mich in endlosen Alltagsbeschreibungen. Obwohl der Autor erst in der zweiten Buchhälfte nach und nach zeigt, wie die Ereignisse zusammen hängen, habe ich mich hier schon durch die Lektüre gequält, ich wollte zwar wissen, wie es ausgeht, den Weg dahin fand ich allerdings reichlich langweilig.
Fazit: Die Grundidee hat meiner Meinung nach durchaus das Potential für den versprochenen humorvollen Pageturner, die Umsetzung lässt für mich aber leider einiges zu wünschen übrig.
Die Drehbuchautorin Phoebe, deren neue Serie gerade durch die Decke geht, hat nach außen hin alles, was es für ein glückliches Leben braucht, eine stabile Beziehung, beruflichen Erfolg und das richtige Maß an Biss, um allen Tücken des Alltags aus dem Weg zu gehen. Doch ausgerechnet jetzt scheint ihr Glück zu kippen, sie wird mit Fehlbestellungen und negativen Kommentaren im Internet überschüttet.
"Das habe ich wegen dir getan" von John Lanchester ist ein Roman, dessen vielversprechende Ansätze sich ab der Buchmitte mehr oder weniger in Langeweile verlieren. Von dem versprochenen Humor habe ich nicht wirklich etwas mitbekommen, die bitterböse Rachegeschichte fand ich vom emotionalen Gesichtspunkt her eher erschreckend. Sicherlich gab es einige wohlplatzierte Seitenhiebe auf den Generationskonflikt zwischen Babyboomern und Millenials, auch die prekäre Situation auf dem britischen Immobilienmarkt fand ihre Beachtung. Doch die Betrachtung der Figuren, die der Handlung emotionale Tiefe verleihen könnte, blieb in meinen Augen flach und einseitig.
Dabei ist es meiner Meinung nach nicht zwingend notwendig, die Protagonisten als Sympathieträger darzustellen, um ein Buch gefühlsintensiv und mitreißend zu gestalten. Die Hintergründe, die Kate und Phoebe die Motive für ihre Handlungen lieferten, fand ich tatsächlich genial konstruiert, die erzählerische Umsetzung konnte mich aber leider nicht begeistern, die Spannung verlor sich für mich in endlosen Alltagsbeschreibungen. Obwohl der Autor erst in der zweiten Buchhälfte nach und nach zeigt, wie die Ereignisse zusammen hängen, habe ich mich hier schon durch die Lektüre gequält, ich wollte zwar wissen, wie es ausgeht, den Weg dahin fand ich allerdings reichlich langweilig.
Fazit: Die Grundidee hat meiner Meinung nach durchaus das Potential für den versprochenen humorvollen Pageturner, die Umsetzung lässt für mich aber leider einiges zu wünschen übrig.