Ein Albtraum
„Das habe ich wegen dir getan“ lebt von Rache, ausgelöst durch einen Betrug. Die Londonerin Kate hat vor kurzem ihren Ehemann Jack verloren, sie waren seit dreißig Jahren verheiratet. Als Kate dann in einer Netflix-Serie sehr intime Szenen ihrer Ehe sieht, sinnt sie auf Rache. Wer will ihr Leben zerstören? Und woher weiß die junge Drehbuchautorin Phoebe, die für BETRUG (der Titel dieser Serie) verantwortlich zeichnet, all diese Details?
John Lanchester lässt die beiden Ich-Erzählerinnen Kate und Phoebe zu Wort kommen. Dabei geht er weit zurück, als Kate und Jack ein Paar werden. Ihre Beziehung wird so nach und nach seziert. Und auch von Phoebe wird so einiges sichtbar. Kate und Phoebe sind die beiden Ich-Erzählerinnen, die uns diese „Rachekomödie“, wie sie beschrieben wird, näherbringen.
Rache – ja, damit bin ich einverstanden. Als Komödie sehe ich dieses Drama dagegen so gar nicht. Die Protagonisten sind sehr zerstörerisch unterwegs, sie sind rachsüchtig, in ihnen steckt eine Aggressivität ungeahnten Ausmaßes. Mehrmals habe ich meine Sichtweise auf die Handlung und vor allem auf die Protagonistinnen dem gerade Gelesenen angepasst. Waren sie mir (vor allem eine davon) zunächst als eher unbedarft begegnet, musste ich meine Einschätzung dann komplett revidieren. Vor mir breitete sich ein gnadenloses Spiel aus, eine Abrechnung sondergleichen. Und nicht genug damit, werden auch Unschuldige mit hineingezogen – ohne Rücksicht auf Verluste.
Es ist eine düstere Geschichte mit toxischen Darstellern, mit immer wieder überraschenden Wendungen. Ein bitterböser Roman mit äußerst unsympathischen Hauptakteurinnen, in dem die Männer eher als Nebendarsteller fungieren. Ein Roman, der mich betroffen zurücklässt, der mich dennoch durch die Seiten getrieben hat. Ja, es ist ein fesselnder Albtraum, durchaus unterhaltsam in Szene gesetzt.
John Lanchester lässt die beiden Ich-Erzählerinnen Kate und Phoebe zu Wort kommen. Dabei geht er weit zurück, als Kate und Jack ein Paar werden. Ihre Beziehung wird so nach und nach seziert. Und auch von Phoebe wird so einiges sichtbar. Kate und Phoebe sind die beiden Ich-Erzählerinnen, die uns diese „Rachekomödie“, wie sie beschrieben wird, näherbringen.
Rache – ja, damit bin ich einverstanden. Als Komödie sehe ich dieses Drama dagegen so gar nicht. Die Protagonisten sind sehr zerstörerisch unterwegs, sie sind rachsüchtig, in ihnen steckt eine Aggressivität ungeahnten Ausmaßes. Mehrmals habe ich meine Sichtweise auf die Handlung und vor allem auf die Protagonistinnen dem gerade Gelesenen angepasst. Waren sie mir (vor allem eine davon) zunächst als eher unbedarft begegnet, musste ich meine Einschätzung dann komplett revidieren. Vor mir breitete sich ein gnadenloses Spiel aus, eine Abrechnung sondergleichen. Und nicht genug damit, werden auch Unschuldige mit hineingezogen – ohne Rücksicht auf Verluste.
Es ist eine düstere Geschichte mit toxischen Darstellern, mit immer wieder überraschenden Wendungen. Ein bitterböser Roman mit äußerst unsympathischen Hauptakteurinnen, in dem die Männer eher als Nebendarsteller fungieren. Ein Roman, der mich betroffen zurücklässt, der mich dennoch durch die Seiten getrieben hat. Ja, es ist ein fesselnder Albtraum, durchaus unterhaltsam in Szene gesetzt.