Ein schwarzhumoriger Racheroman mit einer ziemlich genialen Idee

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backlistbaddie Avatar

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Die Idee hinter „Das habe ich wegen dir getan“ hat mich direkt neugierig gemacht. Was würde ich tun, wenn plötzlich Szenen aus meiner eigenen Ehe in einer erfolgreichen Netflix-Serie auftauchen würden? Genau damit beginnt die Geschichte von Kate, die nach dem Tod ihres Mannes feststellen muss, dass ihre vermeintlich glückliche Ehe offenbar ganz anders war, als sie dachte.

Besonders mochte ich, wie sich die Geschichte langsam entfaltet. Am Anfang nimmt sich der Roman viel Zeit für seine Figuren. Sympathisch war mir dabei eigentlich niemand, aber gerade der trockene und teilweise sehr böse Humor hat dafür gesorgt, dass ich trotzdem großen Spaß beim Lesen hatte. Immer wieder musste ich über Situationen oder Dialoge schmunzeln, obwohl die Handlung eigentlich ziemlich düster ist.

Im Mittelpunkt steht ein immer intensiver werdendes Duell zwischen zwei Frauen, bei dem es um Macht, Lügen, Privilegien und Rache geht. Dabei fand ich besonders spannend, wie sich nach und nach herauskristallisiert, was hinter der Serie und der zerbrochenen Ehe steckt. Die Handlung ist clever aufgebaut und hat mich immer wieder überrascht.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Er ist flüssig, präzise und angenehm zu lesen, ohne oberflächlich zu wirken. Gleichzeitig ist der Roman teilweise ziemlich zynisch und böse. Das hat für mich meistens gut funktioniert, an manchen Stellen war mir der Humor allerdings fast ein bisschen zu hart.

Insgesamt hat mich „Das habe ich wegen dir getan“ vor allem mit seiner ungewöhnlichen Idee, den bissigen Humor und den raffinierten Machtspielen überzeugt. Ein schwarzhumoriger und moderner Racheroman, der definitiv nicht ganz so harmlos ist, wie er auf den ersten Blick wirkt.