Extrem kurvig
Nach der Leseprobe war ich sehr gespannt auf diesen Roman. Leider wurde ich am Ende enttäuscht.
Im Mittelpunkt stehen die beiden Protagonistinnen Kate und Phoebe, deren Geschichte abwechselnd aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählt wird. Kate entdeckt, dass sehr private Details aus ihrer Ehe mit ihrem kurz zuvor verstorbenen Mann Jack offenbar in der Netflix-Serie "Betrug" auftauchen. Die Autorin der Serie ist Phoebe. Kate ist überzeugt, dass ihre Geschichte ohne ihr Wissen verwendet wurde, und sinnt auf Rache. Ob ihre Vermutungen überhaupt stimmen und wie die beiden Frauen aufeinandertreffen, möchte ich natürlich nicht verraten. Überraschende Wendungen gibt es.
Mein größter Kritikpunkt ist der Erzählstil. Ich gebe jedem Buch etwa 100 Seiten Zeit, bevor ich entscheide, ob ich weiterlesen möchte. Hier war ich kurz davor abzubrechen, denn bis weit über die ersten 100 Seiten hinaus passiert erstaunlich wenig. Vieles wirkt wie ein langes Vorgeplänkel, von dem sich manches später sogar als wenig relevant erweist. Erst etwa nach dem ersten Drittel nimmt die Handlung endlich Fahrt auf.
Die Überschrift „Extrem kurvig“ beschreibt für mich den Aufbau des Romans am besten. Abschweifungen können einen Roman bereichern, doch hier reiht sich eine extreme Kurve an die andere. Besonders störend fand ich, dass Dialoge ständig unterbrochen werden: Eine Figur sagt etwas. Dann folgt oft eine halbe Seite mit Gedanken oder Nebenerzählungen, bevor die andere überhaupt antwortet. Das nimmt den Gesprächen jede Dynamik.
Hinzu kommen die oft sehr langen, grammatisch einwandfreien Sätze, die John Lanchester offensichtlich liebt. Der Lesbarkeit dient dies aus meiner Sicht nicht. Vele Passagen hätten durch kürzere Sätze deutlich gewonnen.
Schade, denn die Grundidee des Romans ist wirklich spannend. Für mich konnte die Umsetzung dieses Potenzial aber nicht einlösen.
Im Mittelpunkt stehen die beiden Protagonistinnen Kate und Phoebe, deren Geschichte abwechselnd aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählt wird. Kate entdeckt, dass sehr private Details aus ihrer Ehe mit ihrem kurz zuvor verstorbenen Mann Jack offenbar in der Netflix-Serie "Betrug" auftauchen. Die Autorin der Serie ist Phoebe. Kate ist überzeugt, dass ihre Geschichte ohne ihr Wissen verwendet wurde, und sinnt auf Rache. Ob ihre Vermutungen überhaupt stimmen und wie die beiden Frauen aufeinandertreffen, möchte ich natürlich nicht verraten. Überraschende Wendungen gibt es.
Mein größter Kritikpunkt ist der Erzählstil. Ich gebe jedem Buch etwa 100 Seiten Zeit, bevor ich entscheide, ob ich weiterlesen möchte. Hier war ich kurz davor abzubrechen, denn bis weit über die ersten 100 Seiten hinaus passiert erstaunlich wenig. Vieles wirkt wie ein langes Vorgeplänkel, von dem sich manches später sogar als wenig relevant erweist. Erst etwa nach dem ersten Drittel nimmt die Handlung endlich Fahrt auf.
Die Überschrift „Extrem kurvig“ beschreibt für mich den Aufbau des Romans am besten. Abschweifungen können einen Roman bereichern, doch hier reiht sich eine extreme Kurve an die andere. Besonders störend fand ich, dass Dialoge ständig unterbrochen werden: Eine Figur sagt etwas. Dann folgt oft eine halbe Seite mit Gedanken oder Nebenerzählungen, bevor die andere überhaupt antwortet. Das nimmt den Gesprächen jede Dynamik.
Hinzu kommen die oft sehr langen, grammatisch einwandfreien Sätze, die John Lanchester offensichtlich liebt. Der Lesbarkeit dient dies aus meiner Sicht nicht. Vele Passagen hätten durch kürzere Sätze deutlich gewonnen.
Schade, denn die Grundidee des Romans ist wirklich spannend. Für mich konnte die Umsetzung dieses Potenzial aber nicht einlösen.