Hinter der Fassade
Was schreibt man über ein Buch, bei dem man auch nach dem kompletten Durchlesen nicht sagen kann, ob es einem gefallen hat oder nicht? Ist das vielleicht der Clou dieses Buches?
Das Cover und die ersten Seiten der Leseprobe hatten mich direkt angesprochen. Auf dem Klappentext wird der Roman als „großer Spaß und genial konstruierter Pageturner“ angepriesen, als „Rachekomödie und hochkomischer Generationenroman aus der Mitte der Gesellschaft“. Bei Komödie und großem Spaß hatte ich mehr Humor (gerne auch bitterbösen, feinsinnigen Humor), mehr Dynamik erwartet und ein Pageturner ist für mich ein Buch, dass ich nicht mehr aus den Händen legen mag. Nichts davon ist eingetreten.
Gelesen habe ich das Buch wohl auch in einem Rutsch, aber eher, weil ich wissen wollte, ob der große Knall noch kommt; die große Auflösung oder endlich auch die große Rachekomödie. Nicht, weil es mich zu fesseln vermag hatte.
Was ist die Grundidee? Kate und Jack führen eine glückliche Ehe. Als Jack plötzlich stirbt, bleibt Kate alleine und etwas hilflos zurück. Dann geschieht etwas Unerwartetes: Eine neue Netflix-Serie geht an den Start und schlägt ein wie eine Bombe. Auch im eigenen Freundeskreis wird die Serie gehypt. Als Kate erstmals Folgen der Serie sieht, wird schnell klar: Hier wird ihre Ehe nachgestellt, mit allzu intimen Details, die außer ihr und Jack eigentlich keiner kennen konnte.
Als Kate erfährt, dass das Drehbuch von Phoebe stammt, keimt in ihr ein Verdacht. Kann es sein, dass Jack mit der Frau ein Verhältnis hatte und ihr die Details aus seinem Leben erzählt hat?
Soweit, so interessant. Leider zerfällt die eigentlich gute Idee im Verlauf des Buches nach und nach durch unzählige Längen. Der anfänglich humorige Touch, der durch süffisante und reichlich selbstgerechte Beobachtungen von Kate und Jack zu ihrem Umfeld und auch ihrem Freundeskreis entsteht oder durch die Bilanz von Phoebe zu ihrem toxischen Verhältnis zu ihrer Mutter, kann sich leider nicht halten. Der Autor entwickelt seine Geschichte nicht geradlinig, sondern verweilt erstaunlich lange in einzelnen Situationen und Erlebnissen, so dass sich wiederholt die Frage stellt, worauf er denn hinauswill. Das nimmt dem Buch auch seinen Spannungsbogen. Das Leben und die Gedanken der Protagonistinnen werden sehr beleuchtet, dabei entwickeln sie sich aber weder weiter, noch schreitet der Plot voran.
Fazit: Für mich war das Buch keine Rachekomödie und kein Pageturner. Dafür fehlen Humor und Dynamik. Nichts desto Trotz ist die Rache gut geplant und am Ende auch wirklich unerwartet. Der Weg dahin hätte aber kürzer sein dürfen. Für mich bleibt nach dem Lesen das Gefühl eines „Hmm, weiß ich jetzt auch nicht“ zurück. Daher auch nur drei Sterne.
Das Cover und die ersten Seiten der Leseprobe hatten mich direkt angesprochen. Auf dem Klappentext wird der Roman als „großer Spaß und genial konstruierter Pageturner“ angepriesen, als „Rachekomödie und hochkomischer Generationenroman aus der Mitte der Gesellschaft“. Bei Komödie und großem Spaß hatte ich mehr Humor (gerne auch bitterbösen, feinsinnigen Humor), mehr Dynamik erwartet und ein Pageturner ist für mich ein Buch, dass ich nicht mehr aus den Händen legen mag. Nichts davon ist eingetreten.
Gelesen habe ich das Buch wohl auch in einem Rutsch, aber eher, weil ich wissen wollte, ob der große Knall noch kommt; die große Auflösung oder endlich auch die große Rachekomödie. Nicht, weil es mich zu fesseln vermag hatte.
Was ist die Grundidee? Kate und Jack führen eine glückliche Ehe. Als Jack plötzlich stirbt, bleibt Kate alleine und etwas hilflos zurück. Dann geschieht etwas Unerwartetes: Eine neue Netflix-Serie geht an den Start und schlägt ein wie eine Bombe. Auch im eigenen Freundeskreis wird die Serie gehypt. Als Kate erstmals Folgen der Serie sieht, wird schnell klar: Hier wird ihre Ehe nachgestellt, mit allzu intimen Details, die außer ihr und Jack eigentlich keiner kennen konnte.
Als Kate erfährt, dass das Drehbuch von Phoebe stammt, keimt in ihr ein Verdacht. Kann es sein, dass Jack mit der Frau ein Verhältnis hatte und ihr die Details aus seinem Leben erzählt hat?
Soweit, so interessant. Leider zerfällt die eigentlich gute Idee im Verlauf des Buches nach und nach durch unzählige Längen. Der anfänglich humorige Touch, der durch süffisante und reichlich selbstgerechte Beobachtungen von Kate und Jack zu ihrem Umfeld und auch ihrem Freundeskreis entsteht oder durch die Bilanz von Phoebe zu ihrem toxischen Verhältnis zu ihrer Mutter, kann sich leider nicht halten. Der Autor entwickelt seine Geschichte nicht geradlinig, sondern verweilt erstaunlich lange in einzelnen Situationen und Erlebnissen, so dass sich wiederholt die Frage stellt, worauf er denn hinauswill. Das nimmt dem Buch auch seinen Spannungsbogen. Das Leben und die Gedanken der Protagonistinnen werden sehr beleuchtet, dabei entwickeln sie sich aber weder weiter, noch schreitet der Plot voran.
Fazit: Für mich war das Buch keine Rachekomödie und kein Pageturner. Dafür fehlen Humor und Dynamik. Nichts desto Trotz ist die Rache gut geplant und am Ende auch wirklich unerwartet. Der Weg dahin hätte aber kürzer sein dürfen. Für mich bleibt nach dem Lesen das Gefühl eines „Hmm, weiß ich jetzt auch nicht“ zurück. Daher auch nur drei Sterne.