Rache wird am besten kalt serviert

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timbo Avatar

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Die Grundidee hat mir richtig gut gefallen: Kate erkennt in einer Netflix-Serie plötzlich Szenen aus ihrem eigenen Leben wieder. Was zunächst spannend und teilweise sogar amüsant beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Rachedrama zwischen ihr und der jungen Drehbuchautorin Phoebe.

Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Frauen, wodurch sich die Hintergründe und Zusammenhänge nach und nach erschließen. Besonders interessant fand ich, dass beide Hauptfiguren alles andere als sympathisch sind. Je mehr man über ihre Motive und Handlungen erfährt, desto weniger möchte man sich auf eine Seite stellen. Beide verfolgen ihre Rache mit großer Konsequenz und überschreiten dabei so manche moralische Grenze.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und hält einige Wendungen bereit. Gleichzeitig wirkte mir manches etwas konstruiert und stellenweise gab es für meinen Geschmack kleinere Längen.

Insgesamt hat mir der Roman aber gut gefallen – vor allem wegen der ungewöhnlichen Idee, der psychologischen Aspekte und der beiden wunderbar unangenehmen Protagonistinnen.