Rachegeschichte

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
vanessa_91 Avatar

Von

Meine Meinung

Ich fand John Lanchesters Buch "Das habe ich wegen dir getan" vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Geschichte spannend, auf welcher schon der Klappentext gelockt hat. Die Hauptfigur Kate verliert ihren Mann Jack. Kurz darauf entdeckt sie in einer Netflix-Serie immer mehr Details aus ihrem gemeinsamen Leben. Was anfangs nach einer Geschichte über Trauer, Ehe und mögliche Untreue aussieht, wird zu einer ungewöhnlichen Rachegeschichte.
Besonders interessant fand ich die beiden Hauptfiguren Kate und Phoebe. Sie sind sehr unterschiedlich, aber beide haben eigene Vorstellungen von richtig und falsch, was dann auch wirklich Schwung in die Handlung bringt zusammen mit dem schwarzen Humor. Lanchester beschreibt das reiche Leben in London mit einem bissigen Blick und nimmt dabei vor allem gesellschaftliche Gepflogenheiten aufs Korn.

Fazit: "Das habe ich wegen dir getan" für mich ein ungewöhnlicher Roman, der schwarzen Humor, Gesellschaftskritik und Spannung verbindet. Nicht alle Wendungen haben mich überzeugt, aber besonders die Figuren und die bissige Beobachtung der Gesellschaft machen das Buch interessant.


Klappentext

Kate lebt mit ihrem Ehemann Jack seit Jahrzehnten den Traum gut situierter Großstädter. Doch als eine Serie zum Megahit wird, verwandelt sich ihr Leben in einen Albtraum. Denn „Betrug“ verhandelt intime Details ihrer eigenen Ehe. Kate will herausfinden, wer versucht, ihr Leben zu zerstören. Und warum. Phoebe ist die begehrteste junge Autorin der Stadt. Ihre Streaming-Serie bricht mit Tabus, ist amoral und voyeuristisch und trifft damit den Nerv der Zeit. Doch auf dem Höhepunkt ihres Erfolges scheint ihr privates Glück mit einem Mal zu kippen …


Über den Autor

John Lanchester, geboren 1962 in Hamburg, wuchs im Fernen Osten auf und arbeitete in England als Lektor beim Verlag Penguin Books, ehe er Redakteur der London Review of Books wurde. Daneben war er für Zeitungen und Zeitschriften wie Granta und The New Yorker tätig sowie als Restaurantkritiker für The Observer und Kolumnist für The Daily Telegraph. Er gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern und führenden Intellektuellen Englands. (Quelle Klett-Cotta)