Real vs Film
Ein Ehepaar. Eine Netflix Serie voller intimer Details. Was ist passiert? Diesem Konstrukt widmet sich John Lanchester in „Das habe ich wegen dir getan“.
Kate und Jack leben seit Jahren zusammen. Als die neue Serie „Betrug“ auf Netflix startet, sind darin pikante Details ihrer Ehe zu sehen. Es kommt zum Eklat…
Ich mag die Grundidee sehr. Ein Eklat bezüglich einer Serie finde ich spannend und realistisch gleichermaßen. Und der Start ist auch rasant, da Kates Ehemann stirbt und durch die Serie einige Gerüchte aufkommen. Dieser Start ist teils mysteriös, teils überspitzt geschrieben, voller Details und ausführlicher Beschreibungen.
Im Verlauf des Buches wird das mysteriöse immer weniger mysteriös, dafür aber langatmig. Die Dialoge lassen sich im Verlauf der Geschichte schleppend lesen, teils fehlt Kontext zum Verständnis, obgleich das grundlegende Thema deutlich bleibt: Gesellschaftskritik.
Das Thema Gesellschaftskritik ist omnipräsent. Die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten werden voller Vorurteile dargestellt. Dies gelingt den Autor durch Zynismus und Pointe sehr gut, was das Buch für mich ausmacht. So werden die Zitate in übertriebener Tonlage filmisch umgesetzt und dennoch unterhaltsam eingebracht.
Die Charaktere bleiben leider im Hintergrund. Sie sind mir nicht sympathisch, ich verstehe die Beweggründe nicht und sie scheinen sprunghaft.
Insgesamt gebe ich 3,5 Sterne für die Thematik und die teils sehr detaillierte Beschreibung, die ich auf 4 aufrunde. Eine Leseempfehlung für alle, die Gesellschaft auch kritisch hinterfragen.
Kate und Jack leben seit Jahren zusammen. Als die neue Serie „Betrug“ auf Netflix startet, sind darin pikante Details ihrer Ehe zu sehen. Es kommt zum Eklat…
Ich mag die Grundidee sehr. Ein Eklat bezüglich einer Serie finde ich spannend und realistisch gleichermaßen. Und der Start ist auch rasant, da Kates Ehemann stirbt und durch die Serie einige Gerüchte aufkommen. Dieser Start ist teils mysteriös, teils überspitzt geschrieben, voller Details und ausführlicher Beschreibungen.
Im Verlauf des Buches wird das mysteriöse immer weniger mysteriös, dafür aber langatmig. Die Dialoge lassen sich im Verlauf der Geschichte schleppend lesen, teils fehlt Kontext zum Verständnis, obgleich das grundlegende Thema deutlich bleibt: Gesellschaftskritik.
Das Thema Gesellschaftskritik ist omnipräsent. Die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten werden voller Vorurteile dargestellt. Dies gelingt den Autor durch Zynismus und Pointe sehr gut, was das Buch für mich ausmacht. So werden die Zitate in übertriebener Tonlage filmisch umgesetzt und dennoch unterhaltsam eingebracht.
Die Charaktere bleiben leider im Hintergrund. Sie sind mir nicht sympathisch, ich verstehe die Beweggründe nicht und sie scheinen sprunghaft.
Insgesamt gebe ich 3,5 Sterne für die Thematik und die teils sehr detaillierte Beschreibung, die ich auf 4 aufrunde. Eine Leseempfehlung für alle, die Gesellschaft auch kritisch hinterfragen.