Das gefällt mir super!

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gemeindebüchereiol Avatar

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Vin als Figur ist sofort fesselnd. Sie ist keine klassische Heldin, die um Sympathie bettelt – sie hat einen trockenen, leicht selbstironischen Humor (“Nachnamen-würdigen Schwierigkeiten”), und man merkt, dass hinter ihrer coolen Fassade echte Verletzlichkeit steckt. Die Eltern, die einfach nicht erreichbar sind und ständig die Adresse wechseln – das ist eigentlich ziemlich traurig, auch wenn es beiläufig erzählt wird.
Die Erzählweise ist flott und witzig, ohne je albern zu werden. Die Gerüchte der Mitschüler am Anfang – von der Romanze hinter der Tribüne bis zur Schulgeldfrage – sind eine clevere Art, uns schnell in Vins Welt und ihren Ruf einzuführen, ohne es direkt zu erklären.
Mrs. Prim ist als Name natürlich ein Wink mit dem Zaunpfahl, aber das passt gut zum leicht märchenhaften Tonfall. Die drei eingetrichterten Grundsätze (Magie muss kontrolliert werden… ) haben etwas fast Dystopisches – man ahnt, dass genau diese Kontrollobsession das eigentliche Problem sein wird, nicht Vins Magie.
Was mich neugierig macht: Warum versagt Vins Kontrolle immer wieder? Ist es echte Unkontrollierbarkeit, oder steckt etwas anderes dahinter? Und diese Mrs. Prim – ist sie Antagonistin oder hat sie eine komplexere Rolle?