Ein vielversprechender Reihenauftakt

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
simonef Avatar

Von

Vin hat magische Kräfte, aber Schwierigkeiten, diese zu kontrollieren. Daher ist sie schon von mehreren Schulen geflogen und landet nun in Last Hope. Der Name ist Programm: Das Institut für magische Unruhestifter ist die letzte Chance für Vin, ihre Schulausbildung zu beenden.

Mein Sohn (12) und ich haben das Buch gemeinsam gelesen. Der Einstieg ist etwas langatmig, und das erste Drittel des mit 400 Seiten durchaus umfangreichen Buches zieht sich. Das liegt auch daran, dass immer wieder erzählt wird, dass Vin bisher Probleme hatte, mit Mitschülern Freundschaften zu schließen und aufgrund magischer Unfälle von ihren bisherigen Schulen verwiesen wurde. Hier hätte ich es nach dem Grundsatz „Show, don’t tell“ unterhaltsamer und anschaulicher gefunden, wenn beispielsweise in Rückblenden konkrete Situationen geschildert worden wären. Im zweiten Drittel nimmt die Handlung dann jedoch Fahrt auf und es wird richtig spannend. Vin haben wir sofort ins Herz geschlossen, und in Gilly, Theo und Araminta findet sie tolle Freunde, die alle auf ihre Art besonders sind. Unsere heimliche Lieblingsfigur war der kleine Feuergeist Brucifer.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich Kinder, die zB neurodivergent sind oder aus anderen Gründen von der gesellschaftlichen Norm abweichen, sehr gut mit Vin identifizieren können. In Last Hope geht die Direktorin als erste Lehrerin auf Vins Individualität ein und vermittelt ihr, dass sie genau richtig ist. Sie begegnet Vin mit Geduld und Verständnis und ermutigt sie so, auf sich selbst zu vertrauen und ihre Stärken zu erkennen und einzusetzen.

Da das Buch mit einem echten Cliffhanger endet, können wir es kaum erwarten, wie es in Band 2 weitergeht!