Magische Systemsprenger

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a.basan Avatar

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Lavinia Lucas, genannt Vin, hat schon alle magischen Schulen durch. Aus jeder wird sie nach kürzester Zeit entlassen, weil sie ihre Magie nicht kontrollieren kann. Von ihren Eltern erhält sich auch keine Rückendeckung, weil diese sich lieber der Erforschung von Mistkäfern widmen. Als sie wieder einmal aus Versehen/mit Absicht die Turnhalle abgefackelt hat, bleibt ihr nur noch das Internat "Last Hope", tatsächlich ihre letzte Hoffnung auf einen Schulabschluss. Als sie dort eintrifft, ist sie positiv überrascht. Die Schulleiterin Ada Hope ist freundlich und warmherzig und in dem Internat tummeln sich lauter Schüler, die wie sie als Unruhestifter gelten. Doch Vin traut sich zunächst nicht, sich auf die anderen einzulassen. Erst als die Schule von den "Freien Magiern" bedroht wird und vor der Schließung steht, bündeln alle ihre Kräfte für den finalen Kampf.
Das Buch beginnt schwungvoll und der Leser ist durch die Szene beim Schulleiter sofort von Vins Schicksal gefesselt. Die verkniffene Mitarbeiterin der Schulbehörde, Mrs Prim, ist herrlich gezeichnet und wie sie verzweifelt versucht, am verzauberten Schultor eingelassen zu werden, ist wirklich witzig.
Im Mittelteil verliert der Text aber leider an Fahrt. Vins Zaudern und Zagen wird zu viel Raum gegeben. Durch die Beschreibung des Flaggenraubs, die ein bisschen an die Quidditch-Spiele in Harry Potter erinnern, kommt aber wieder ein wenig Action in die Handlung. Der Showdown ist wieder toll. Schön ist auch die Betonung von Vertrauen und Kameradschaft. Und der Cliffhanger am Schluss verrät, dass das letzte Kapitel um Vin noch nicht geschrieben wurde.