Dänemark und die Schmetterlinge

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Ich hatte dieses Buch entdeckt, da ich mich sehr für Schmetterlinge interessiere und die Mammutaufgabe, der sich die Autorin gestellt hat, durchaus gut nachvollziehen kann: innerhalb eines Jahres alle in Dänemark heimischen Schmetterlingsarten zu sehen. Auch wenn es dort nicht mehr als 64 Arten gibt, die für die Autorin abzuarbeiten waren, ist das doch eine echte Herausforderung. Die Autorin ist Journalistin, Mutter dreier Kinder und hatte schon dadurch meinen Respekt. Sie beschreibt in diesem Buch ihre Idee, die Herangehensweise, aber auch Hintergrundinformationen, die sie im Laufe ihres Projektes zusammengetragen hat. Diese Exkurse sind teils ausschweifed, was mir ein wenig den Spaß am Lesen genommen hat. Dazu kommen philosophische Überlegungen, Gedanken zu Religion und Politik sowie die Aufarbeitung familiärer Umstände, so hat ihr Großvater akribisch die Natur beschrieben, in der er sich aufhielt, was ihr zunächst fremd blieb. Auch ihre Mutter hatte eine besondere Beziehung zu Schmetterlingen, der sie nachgeht. Diese abseits der eigentlichen Dokumentation ihrer selbst gestellten Aufgabe fast ausufernd erzählten Geschichten fand ich nicht sehr fesselnd und so schweiften meine Gedanken oft ab. Für diejenigen, die auch gern historische Bezüge und keine gradlinigen Berichte brauchen, kann genau darin die Freude an der Geschichte liegen. Anzumerken bleiben die schönen Zeichnungen der angetroffenen Schmetterlinge und die wirklich gute Beschreibung der Umstände, die erforderlich waren, um sie zu finden. Für Naturliebhaber, die auch abseits ihres Interessensgebietes gern philosophischen Gedanken nachgehen, sehr zu empfehlen. Für Schmetterlingsfreunde, die nur am Projekt interessiert sind, ein bisschen langatmig.