Für Natur- und Philosophieliebhaber
Als mir "Das Jahr der Schmetterlinge" das erste Mal begegnet ist, hat mich die Idee dahinter sofort gepackt. Alle heimischen Schmetterlingsarten in einem einzigen Jahr zu suchen, ohne wirkliches Vorwissen, nur einem inneren Ruf folgend, das hat etwas. Man spürt beim Lesen, dass das kein aufgesetztes Projekt war, sondern ein echtes Bedürfnis der Autorin.
Lea Korsgaard führt uns durch dänische Landschaften, über alte Meeresböden und windgepeitschte Küsten, und sie verknüpft diese Naturbilder mit philosophischen Fragen, die sich aus dem Erlebten heraus entwickeln. Das ist ihr wirklich gut gelungen, die Übergänge von Beobachtung zu Bedeutung wirken nie konstruiert, und das verdient ausdrücklich Anerkennung.
Was mir persönlich aber Schwierigkeiten gemacht hat, war der Rhythmus des Buches. Ich habe es nicht in einem Stück gelesen, und das war keine bewusste Entscheidung, sondern eine Reaktion auf die Länge der Beschreibungspassagen, die mich gelegentlich aus dem Lesefluss gerissen haben. Schön zu lesen, das schon. Aber manchmal auf Kosten der Spannung.
Noch schwerer wog für mich die Frage nach der inneren Reise. Der Klappentext verspricht persönliche Transformation, und die ist im Buch durchaus angelegt, aber ich konnte als Leserin nicht wirklich nachvollziehen, wie und warum sich Korsgaard verändert. Ihre Innenwelt blieb mir zu verschlossen. Ich habe mitgelesen, aber selten mitgefühlt.
Das klingt kritischer, als es gemeint ist. Wer Naturbücher liebt, die über das Thema hinausgehen, wer philosophische Fragen in kleinen Portionen genießen will und sich für Artenvielfalt begeistert, der wird hier vieles finden. Ich für mich hätte mir mehr emotionale Tiefe in der Figurenzeichnung der Erzählerin gewünscht. Drei Sterne, vergeben mit Respekt für das Anliegen und mit dem aufrichtigen Hinweis, dass das Buch ein bestimmtes Lesepublikum braucht.
Lea Korsgaard führt uns durch dänische Landschaften, über alte Meeresböden und windgepeitschte Küsten, und sie verknüpft diese Naturbilder mit philosophischen Fragen, die sich aus dem Erlebten heraus entwickeln. Das ist ihr wirklich gut gelungen, die Übergänge von Beobachtung zu Bedeutung wirken nie konstruiert, und das verdient ausdrücklich Anerkennung.
Was mir persönlich aber Schwierigkeiten gemacht hat, war der Rhythmus des Buches. Ich habe es nicht in einem Stück gelesen, und das war keine bewusste Entscheidung, sondern eine Reaktion auf die Länge der Beschreibungspassagen, die mich gelegentlich aus dem Lesefluss gerissen haben. Schön zu lesen, das schon. Aber manchmal auf Kosten der Spannung.
Noch schwerer wog für mich die Frage nach der inneren Reise. Der Klappentext verspricht persönliche Transformation, und die ist im Buch durchaus angelegt, aber ich konnte als Leserin nicht wirklich nachvollziehen, wie und warum sich Korsgaard verändert. Ihre Innenwelt blieb mir zu verschlossen. Ich habe mitgelesen, aber selten mitgefühlt.
Das klingt kritischer, als es gemeint ist. Wer Naturbücher liebt, die über das Thema hinausgehen, wer philosophische Fragen in kleinen Portionen genießen will und sich für Artenvielfalt begeistert, der wird hier vieles finden. Ich für mich hätte mir mehr emotionale Tiefe in der Figurenzeichnung der Erzählerin gewünscht. Drei Sterne, vergeben mit Respekt für das Anliegen und mit dem aufrichtigen Hinweis, dass das Buch ein bestimmtes Lesepublikum braucht.