Alles dreht sich um das Meer

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gärtnerin Avatar

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"Das Jahr der Wale" von Kelly Anderson ist ein besonderes Buch, man muss sich beim Lesen darauf einlassen können.
Annie MacLeod hatte eine besondere Kindheit, sie ist auf dem Meer aufgewachsen, weil ihre Mutter eine besondere Bindung an das Meer hatte, eine tiefe, fast mystische. Doch auf dem Land, in Hale’s Landing, hat sie auch Wurzeln, Evan, einen besonderen Freund von Kindheitstagen an, ihre Großmutter und auch ihren Onkel.
Eines Tages bleibt sie an Land, für eine Party mit Evan, und ein Tsunami lässt ihre komplette Welt einstürzen. Das Schiff mit ihren Eltern und viele andere Boote kehren nicht zurück, Hale’s Landing wird verwüstet. Sie braucht lange, um ins Leben zurückzufinden.
Am Strand findet sie einen geheimnisvollen jungen Mann, den sie aufnimmt und pflegt, seine Herkunft ein Geheimnis, auch er wird ihr ein guter Freund.
Erzählt wird hier in verschiedenen Zeiten, die Geschichte nimmt sehr langsam Gestalt an. Wir sehen verschiedene Perspektiven, der Schreibstil ist oftmals fast poetisch. Gerade die Naturbeschreibungen sind sehr gelungen, man fühlt sich fast an Ort und Stelle versetzt.
Die Protagonisten treten hier fast in die zweite Reihe, hier ist das Meer die Hauptfigur.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, gerade die Langsamkeit, die leisen Töne, das Lesen zwischen den Zeilen, das hat mir gefallen.
Gerne hätte ich zum Abschluss etwas mehr Erklärungen gehabt, das Ende ließ mich etwas ratlos zurück.