Atmosphärische Naturverbundenheit mit kleinen sprachlichen Hürden

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Das Jahr der Wale von Kelly Anderson hat mich inhaltlich sehr berührt. Der Roman fängt die Faszination für das Meer eindrucksvoll ein – mit all seiner Schönheit, aber auch seiner unberechenbaren Gefahr. Eine subtile Prise Magie zieht sich durch die Geschichte, bei der man bis zum Schluss rätselt, ob sie real oder bloße Einbildung ist.
​Besonders die emotionale Ebene überzeugt: Der innere Konflikt zwischen dem „Jungen des Meeres“ und dem „Jungen des Waldes“ ist feinfühlig und mitreißend erzählt. Man leidet mit und weiß lange selbst nicht, für wen man hoffen soll.
​Einziger Wermutstropfen war für mich der Schreibstil bzw. die deutsche Übersetzung. Der Lesefluss stockte stellenweise, sodass ich manche Abschnitte doppelt lesen musste, um wieder in die Geschichte einzutauchen.
Das Cover ist wunderschön gestaltet und hätte mich wohl auch in der Buchhandlung zum Kauf angeregt.
​Fazit: Trotz kleiner sprachlicher Hürden ist das Buch dank seiner starken Atmosphäre und tiefen Naturverbundenheit absolut lesenswert – eine klare Empfehlung für alle Meer- und Naturliebhaber!