bisschen mystisch, aber sehr berührend

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cynthiam Avatar

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„Das Jahr der Wale“ ist für mich so ein Buch, wo ich nach Beenden nicht ganz sicher bin, ob ich die Essenz der Geschichte wirklich verstanden habe, was mir aber einfach vom Vibe her richtig gut gefallen hat mit der erzeugten Stimmung und all den ergreifenden Schilderungen und detailreichen Bildern, die hier gezeichnet werden.

Die Geschichte ist voller sanfter Zwischentöne, durchzogen von vagen Andeutungen, Hoffnungen und Phrasen, die zum Nachdenken anregen. Vieles bleibt ungesagt, ist nur ein leises Hintergrundrauschen, ein Ahnen und Annehmen. Und genau das schafft eine sehr besondere Stimmung innerhalb der Geschichte.

Ich mochte Annies wildes Wesen, ihre ungestüme Art, ihre Souveränität, was das Meer und das Segeln angeht.
Ich fand es fast schon schmerzlich, wie wenig akzeptiert sie und die Lebensweise ihrer Eltern sind, nur weil sie von der gesellschaftlichen Norm abweichen. Und als Annie plötzlich eine Distanz zu diesem für sie sicheren Ort spürt, gerät ihre Welt ins Wanken und aus dem Gleichgewicht. Es war ergreifend zu erleben, wie Annie versucht sich in ein anderes Leben einzufinden, das nie so recht zu passen scheint.

Walker hat mir als Figur und durch seine Rolle im Leben von Annie und Evan gut gefallen. Mir gefällt diese Geschichte zwischen Heimat- und Rastlosigkeit und dem Gefühl des Ankommens richtig gut. Es ist eine sehr ursprüngliche, von Instinkten gesteuerte Geschichte, die einen leicht mythischen Touch hat. Mochte das Buch sehr