Der ungezähmten Natur ganz nah

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frechdachs_aus_dem_blätterwald Avatar

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Der Debütroman "Das Jahr der Wale" von Kelly Anderson war für mich persönlich eine große Ode an die Natur, hier speziell an das maritime Ökosystem unserer Ozeane.

Müssen wir vielleicht erst einen existenziellen Verlust erleiden, bevor wir uns vielleicht selbst verlieren?

Was zählt wirklich in unserem begrenzten Dasein?

Dies sind lediglich zwei Fragen, die mir nach dem Lesen des Romans dann in Erinnerung bleiben.

Der Autorin Anderson gelang es bei mir sehr schnell eine enge Bindung an die Story herzustellen. Die Zeitsprünge innerhalb der Erzählstränge sind manchmal herausfordernd. Hier hätte ich mir persönlich manchmal eine ausgeklügeltere Storyline gewünscht.

Man erleidet quasi mit der Hauptprotagonistin Annie MacLeod den ganz großen "Schiffbruch" und muss sich anschließend komplett neu sortieren.

Die sehr bildhafte Sprache lässt die Kulissen dieses Romans fast in Echtzeit im Kopf entstehen und so entspringt aus dieser Geschichte ein großartiges Kopfkino, das bis zum Schluss hin anhält.

Als "Naturelover" war es mir eine große Freude geminsam mit Kelly Anderson einfach ins kalte raue Wasser zu springen (oder hat sie mich vielleicht hineingeschubst?) und so den eigenen Wünschen und Bedürfnissen auch nachzuspüren.