Ein Märchen des Meeres
Beworben als Liebesgeschichte bietet "Das Jahr der Wale" von Autorin Kelly Anderson eine Vielzahl von Themen, die sich um den Fokus Natur (- verbundenheit) ansiedeln.
Eine Hauptprotagonistin ist Annie, die schon immer ganz besonders war. Im Meer geboren, wächst sie auf einem Segelboot auf. Nur gelegentlich geht sie mit ihrem Eltern an Land, um Fisch zu verkaufen, Vorräte aufzustocken oder Oma Ruth zu treffen.
Ihr Aufenthalt in der Schule wird deshalb auch so schlimm, wie ihre Mutter Mara es vorausgesagt hat, Annie wird gemobbt und so segeln sie erneut weiter.
Viel wichtiger ist jedoch ihre Bekanntschaft mit Evan, der lange ihr engster Vertrauter bleibt, bis sie sich nach einigen Jahren ineinander verlieben.
Bis ein Tsunami alles ändert. Während Annie das erste Mal über Nacht an Land bleibt, werden alle von dieser Naturgewalt überrascht. Ihre Heimat Hale's Landing ist zerstört, von ihren Eltern, die sich auf der offenen See befanden, keine Spur.
Oma Ruth hält sich tapfer, obwohl sie schwer krank ist.
Da trifft Annie auf Walker.
Er kam aus dem Wasser, war wie das Wasser und ... (verschwand später im Wasser).
Sie fühlt sich stark mit ihm verbunden, wie eine Einheit. Sie "hört" ihn und er scheint genauso von ihr angezogen zu werden.
Aber was ist mit Evan, der immer an ihrer Seite war? Der zugleich aber unter seinem strengen Vater leidet und dessen Holzsägewerk übernehmen soll.
Daß Evan's Vater zudem ein Alkoholproblem und Depressionen hat, macht die Aufräumarbeiten in Hale's Landing auch nicht einfacher.
So finden hier auch mentale und körperliche Gesundheit, Freundschaft, Verantwortung, Zukunft (-angst), Trauer, Abschied und natürlich auch die Liebe ihren Platz. Allerdings eher nur angerissen. Auch der titelgebende Wal erscheint nur als Randfigur.
Schade, denn dadurch verschenkt die Autorin viel Potential.
Kelly Andersons Schreibstil,
ihre reich bebilderte Sprache und die Naturbeschreibungen gefielen mir auch sehr. Allerdings springt sie in den verschiedenen Zeitebenen recht häufig hin und her.
Ihre Kapitel nennt sie: "jetzt", "20 Jahre zuvor" oder unterteilt in "Flut/ Stauwasser/ Tide/ Ebbe".
Sehr positiv bewerte ich die excellente Gestaltung des Covers. Die Darstellung des Wals in diversen Blauschattierungen und die Haptik der erhabenen Buchstaben sind wunderschön.
"Die Leute meinen, sie wäre jede Menge verschiedene Meere mit unterschiedlichen Namen. Aber sie ist eine See mit einem Lied." S. 370
Bedauerlich, daß viele Fragen unbeantwortet blieben. Aber zeichnet nicht gerade das, mystische oder märchenhafte Erzählungen aus? Ihre Geheimnisse.
3.5*
Eine Hauptprotagonistin ist Annie, die schon immer ganz besonders war. Im Meer geboren, wächst sie auf einem Segelboot auf. Nur gelegentlich geht sie mit ihrem Eltern an Land, um Fisch zu verkaufen, Vorräte aufzustocken oder Oma Ruth zu treffen.
Ihr Aufenthalt in der Schule wird deshalb auch so schlimm, wie ihre Mutter Mara es vorausgesagt hat, Annie wird gemobbt und so segeln sie erneut weiter.
Viel wichtiger ist jedoch ihre Bekanntschaft mit Evan, der lange ihr engster Vertrauter bleibt, bis sie sich nach einigen Jahren ineinander verlieben.
Bis ein Tsunami alles ändert. Während Annie das erste Mal über Nacht an Land bleibt, werden alle von dieser Naturgewalt überrascht. Ihre Heimat Hale's Landing ist zerstört, von ihren Eltern, die sich auf der offenen See befanden, keine Spur.
Oma Ruth hält sich tapfer, obwohl sie schwer krank ist.
Da trifft Annie auf Walker.
Er kam aus dem Wasser, war wie das Wasser und ... (verschwand später im Wasser).
Sie fühlt sich stark mit ihm verbunden, wie eine Einheit. Sie "hört" ihn und er scheint genauso von ihr angezogen zu werden.
Aber was ist mit Evan, der immer an ihrer Seite war? Der zugleich aber unter seinem strengen Vater leidet und dessen Holzsägewerk übernehmen soll.
Daß Evan's Vater zudem ein Alkoholproblem und Depressionen hat, macht die Aufräumarbeiten in Hale's Landing auch nicht einfacher.
So finden hier auch mentale und körperliche Gesundheit, Freundschaft, Verantwortung, Zukunft (-angst), Trauer, Abschied und natürlich auch die Liebe ihren Platz. Allerdings eher nur angerissen. Auch der titelgebende Wal erscheint nur als Randfigur.
Schade, denn dadurch verschenkt die Autorin viel Potential.
Kelly Andersons Schreibstil,
ihre reich bebilderte Sprache und die Naturbeschreibungen gefielen mir auch sehr. Allerdings springt sie in den verschiedenen Zeitebenen recht häufig hin und her.
Ihre Kapitel nennt sie: "jetzt", "20 Jahre zuvor" oder unterteilt in "Flut/ Stauwasser/ Tide/ Ebbe".
Sehr positiv bewerte ich die excellente Gestaltung des Covers. Die Darstellung des Wals in diversen Blauschattierungen und die Haptik der erhabenen Buchstaben sind wunderschön.
"Die Leute meinen, sie wäre jede Menge verschiedene Meere mit unterschiedlichen Namen. Aber sie ist eine See mit einem Lied." S. 370
Bedauerlich, daß viele Fragen unbeantwortet blieben. Aber zeichnet nicht gerade das, mystische oder märchenhafte Erzählungen aus? Ihre Geheimnisse.
3.5*