Ein sprachgewaltiger Anfang, der mich später verloren hat
Der Auftakt von „Das Jahr der Wale“ hat mich wirklich begeistert. Sprachgewaltig, atmosphärisch und mit einer ganz besonderen Stimmung wird man direkt in die Geschichte hineingezogen. Die Erzählung ist durchaus etwas fürs Herz – wenn auch stellenweise sehr traurig – und lädt gleichzeitig dazu ein, sich auf philosophische Gedanken über das Meer, das Leben und die Natur einzulassen.
Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven von Annie und Evan. Grundsätzlich mochte ich diesen Wechsel, allerdings hat er bei mir manchmal auch etwas Distanz zu den Figuren geschaffen. Gleichzeitig merkt man deutlich, wie viel Recherchearbeit in den Roman geflossen ist. Besonders die Themen Segeln, Medizin und Forstwirtschaft wirken sehr fundiert und detailliert.
Leider hat die Geschichte für mich nach dem starken Einstieg zunehmend an Fahrt verloren. Gerade im Mittelteil empfand ich sie als sehr langatmig und hätte mir gewünscht, dass die Handlung an einigen Stellen deutlich gestrafft worden wäre. Dadurch konnte mich die Geschichte leider nicht bis zum Ende so fesseln, wie es der vielversprechende Beginn erwarten ließ.
Insgesamt war der Roman deshalb leider nicht ganz mein Buch. Die sprachliche Stärke und die besondere Atmosphäre sind mir aber definitiv im Gedächtnis geblieben.
Und über das Cover müssen wir gar nicht reden: einfach wunderschön.
Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven von Annie und Evan. Grundsätzlich mochte ich diesen Wechsel, allerdings hat er bei mir manchmal auch etwas Distanz zu den Figuren geschaffen. Gleichzeitig merkt man deutlich, wie viel Recherchearbeit in den Roman geflossen ist. Besonders die Themen Segeln, Medizin und Forstwirtschaft wirken sehr fundiert und detailliert.
Leider hat die Geschichte für mich nach dem starken Einstieg zunehmend an Fahrt verloren. Gerade im Mittelteil empfand ich sie als sehr langatmig und hätte mir gewünscht, dass die Handlung an einigen Stellen deutlich gestrafft worden wäre. Dadurch konnte mich die Geschichte leider nicht bis zum Ende so fesseln, wie es der vielversprechende Beginn erwarten ließ.
Insgesamt war der Roman deshalb leider nicht ganz mein Buch. Die sprachliche Stärke und die besondere Atmosphäre sind mir aber definitiv im Gedächtnis geblieben.
Und über das Cover müssen wir gar nicht reden: einfach wunderschön.