Eine Geschichte über die tiefe Verbundenheit mit der Natur
Ich weiß gar nicht so richtig, wie man diese Geschichte zusammenfassen soll, da sie recht vielschichtig ist. Im ersten Teil des Buches wird immer wieder zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit gewechselt. Später bleibt die Geschichte in der Gegenwart.
Es geht um Annie, die bei einem Tsunami ihre Eltern verloren hat. Es wird ihre Kindheit rückblickend beleuchtet. Ihre enge Verbundenheit zu Evan, ihre Schwierigkeiten die sie hat mit ihrer Umwelt und auch ihre Besonderheit. Denn Annie kann mehr hören und spüren als andere Menschen. Genau wie ihre Mutter Mara, welche von anderen Menschen für Verrückt gehalten wurde.
Annie, die noch nicht glauben will, dass ihre Eltern wirklich verloren sind, fühlt sich selber verloren in dem ganzen Chaos nach der Naturkatastrophe. Bis sie eines Tages einen jungen Mann nackt am Strand findet. Dieser Mann, Walker, ist sehr mysteriös und bleibt auch in der Geschichte geheimnisvoll. Doch er wird für Annie ein wichtiger Anker, genau wie Ruth, die sich um Annie oft gekümmert hat.
Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht schreiben, denn man muss sie selber lesen um sie zu greifen. Es geht um Verlust von Menschen und Heimat, Identität, die Liebe zur Natur, Trauer, aber auch um Hoffnung und Neuanfang.
Das Jahr der Wale ist eine Geschichte die irgendwie anders ist. Ich habe etwas Zeit gebraucht, um richtig in die Geschichte eintauchen zu können. Mara, Annie und Walker blieben mir einfach zu geheimnisvoll. Die Geschichte ist melancholisch und sehr mystisch. Auch wenn es nicht ganz meinen Lesegeschmack getroffen hat, so gebe ich dennoch 4 Sterne. Denn das Thema fand ich sehr gut und die Art, wie die Autorin schreibt, fand ich sehr besonders, der Schreibstil schon fast poetisch. Vielleicht sind ein wenig zu viele Fachbegriffe für meinen Geschmack im Text, über die man stolpern könnte. Ich denke, das Thema wird viele Leser erreichen.