Interessantes Debüt

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Ein Roman über Verlust, die Unberechenbarkeit des Lebens und die Frage, wie es weitergeht, wenn nichts mehr so ist, wie es einmal war.
Schon von Geburt an ist Annie MacLeods Leben unweigerlich und tief mit dem Meer verbunden. Gemeinsam mit ihren Eltern lebt sie auf einem Segelschiff und verbringt ihre Kindheit fast ausschließlich auf dem Wasser. Gelegentlich kehren sie ans Festland zurück, an den Küstenort Hale´s Landing. Dort verbringt Annie bei jeder Gelegenheit Zeit mit ihrem Kindheitsfreund Evan, für den sie im Laufe der Jahre Gefühle entwickelt.
Doch nach einer unheilvollen Partynacht bricht plötzlich die Hölle ein. Ein aufkommender Tsunami begräbt sämtliche Küstenabschnitte unter sich und auch das Segelboot von Annies Eltern, die zuvor hinaus aufs Meer gefahren sind.
Während die Umgebung in Trümmern liegt, findet sie am Strand einen jungen Mann. Walker ist nahezu stumm und doch fühlt vom ersten Moment an eine besondere Verbindung zu ihm.
Annie versucht ihre Trauer und den Verlust zu verarbeiten, muss sie sich gleichzeitig der Frage stellen, wohin sie eigentlich gehört.
Es ist eine bildgewaltig erzählte Geschichte in der sehr viel Melancholie mitschwingt. Sie wird zudem in verschiedenen Zeitebenen erzählt, wodurch sich erst nach und nach ein vollständiges Bild um die Geschehnisse der Vergangenheit und die Entwicklungen in der Gegenwart ergeben.
Anfangs hat mich die Story noch sehr gefesselt, doch im weiteren Verlauf haben sich manche Handlungsstränge leider in die Länge gezogen. Ich habe mich zunehmend wirklich schwer getan, Annie und ihre widersprüchliche Beziehung zu Evan nachzuvollziehen.
Was mich allerdings bis zum Ende bei der Stange gehalten hat, war die einnehmende Atmosphäre, die mich wie ein direkter Beobachter, regelrecht durch den Roman getragen hat und die Neugier danach, welchen Weg Annie letztlich einschlagen wird.
Wer melancholisch angehauchte Geschichten mit philosophischen Tönen mag, wird diesen Roman sicherlich deutlich mehr zu schätzen wissen als ich.