Leise und berührend

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dumuzi Avatar

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Annie führt ein ruhiges, aber dennoch ganz besonderes Leben: Zusammen mit ihren Eltern verbringt sie die meiste Zeit des Jahres auf einem Segelboot vor der Pazifikküste der USA. Nur im Sommer kehrt sie auf der Amphitrite für ein paar Monate zurück an Land. Stets wartet dort Evan, den sie seit Kindertagen kennt, auf sie. Doch einiges Tages ändert sich Annies Leben drastisch: Ein Tsunami zerstört das kleine Fischerdorf, in dem Evan lebt, und nimmt Annie ihre Eltern. Und ihr ganzes bisheriges Leben. Doch der Tsunami bringt ihr auch Walker, einen mysteriösen Unbekannten, zu dem Annie eine noch mysteriösere Verbindung spürt...
"Das Jahr der Wale" ist der Debutroman von Kelly Anderson und nimmt uns mit auf eine bewegende Reise an die amerikanische Nordwestküste. In leisen, einfühlsamen Tönen schildert die Autorin Annies Kampf zurück ins Leben, ihre Erfahrungen mit der Liebe und ihre Suche nach ihrer Identität. Vor der eindrucksvoll beschriebenen Kulisse des Pazifiks wird Annies besondere Beziehung zum Ozean und seinen Bewohnern greifbar und lässt die Lesenden mit ihr fühlen und leiden.
Ich brauchte ein paar Kapitel, um mit der (anfangs nicht chronologischen) Erzählweise warm zu werden, aber dann hat mich die Geschichte wirklich in ihren Bann gezogen.
Ein wunderbares Buch über das Finden und Festhalten des eigenen Lebenswegs.