Magie und Schrecken des Meeres
Annie MacLeod erlebt eine sehr ungewöhnliche Kindheit und Jugend, denn sie wächst auf einem Segelboot auf. An Land gehen sie und ihre Eltern nur selten, hauptsächlich, um die gefangenen Fische zu verkaufen und Vorräte aufzustocken. Unterrichtet wird sie von ihrem Vater Aiden an Bord. Annie liebt ihr Leben und das Meer. Bei ihrem einzigen Versuch, eine Schule zu besuchen, lernt sie Evan, den Sohn des lokalen Sägewerkbesitzers, kennen und über die Jahre entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen. Als Annie zum ersten Mal mit Evan eine Party besuchen möchte und deshalb an Land geht, begräbt ein mächtiger Tsunami den Ort Hale’s Landing unter sich. Ihre Eltern, die auf dem Segelboot geblieben sind, haben keine Chance. Die Schilderung des Tsunamis und seiner Folgen gab mir das Gefühl, mittendrin zu sein, inmitten der Verzweiflung, Zerstörung und üblen Gerüche.
Bis zur Mitte des Buchs war ich absolut begeistert davon. Auch die mystischen Aspekte fand ich faszinierend. So findet Annie kurz nach dem Tsunami am Strand einen unbekleideten bewusstlosen jungen Mann, Walker, dessen Herkunft ein Rätsel ist. Leider wird der Roman von da an ziemlich deprimierend, Annie stürzt sich in Arbeit und wendet sich zunächst vom Meer ab, das ihr alles genommen hat. Sie funktioniert wie eine Maschine, ihre Geräuschempfindlichkeit wird so schlimm, dass sie nur mit Ohrstöpseln leben kann. Am Ende der Geschichte versucht sie, ihr Leben zu ändern und ans Meer zurückzukehren, wobei die mystischen und märchenhaften Elemente immer mehr in den Vordergrund rücken. So sehr mir das am Anfang gefallen hat, am Schluss hatte ich gehofft, irgendeine Art von Erklärung zu bekommen und war frustriert, dass es dem Leser selbst überlassen wird, sich einen Reim auf all die mysteriösen Vorgänge und Personen zu machen.
Vom Verlag wird dieser Roman als Liebesroman bezeichnet, was meiner Meinung nach nicht zutrifft. Der mystische, magische Aspekt des Buchs wird im Klappentext leider gar nicht erwähnt, obwohl er so eine große Rolle spielt. Positiv hervorheben möchte ich die wunderschöne Gestaltung des Covers. Die Abbildung des Wals in verschiedenen Blauschattierungen und die Haptik der erhabenen Buchstaben sind wirklich außergewöhnlich schön. Kelly Andersons Schreibstil und ihre bildhafte Sprache und Naturbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Für mich ist das große Manko des Romans, dass viele Fragen unbeantwortet und als ungelöstes Rätsel stehen bleiben.
Bis zur Mitte des Buchs war ich absolut begeistert davon. Auch die mystischen Aspekte fand ich faszinierend. So findet Annie kurz nach dem Tsunami am Strand einen unbekleideten bewusstlosen jungen Mann, Walker, dessen Herkunft ein Rätsel ist. Leider wird der Roman von da an ziemlich deprimierend, Annie stürzt sich in Arbeit und wendet sich zunächst vom Meer ab, das ihr alles genommen hat. Sie funktioniert wie eine Maschine, ihre Geräuschempfindlichkeit wird so schlimm, dass sie nur mit Ohrstöpseln leben kann. Am Ende der Geschichte versucht sie, ihr Leben zu ändern und ans Meer zurückzukehren, wobei die mystischen und märchenhaften Elemente immer mehr in den Vordergrund rücken. So sehr mir das am Anfang gefallen hat, am Schluss hatte ich gehofft, irgendeine Art von Erklärung zu bekommen und war frustriert, dass es dem Leser selbst überlassen wird, sich einen Reim auf all die mysteriösen Vorgänge und Personen zu machen.
Vom Verlag wird dieser Roman als Liebesroman bezeichnet, was meiner Meinung nach nicht zutrifft. Der mystische, magische Aspekt des Buchs wird im Klappentext leider gar nicht erwähnt, obwohl er so eine große Rolle spielt. Positiv hervorheben möchte ich die wunderschöne Gestaltung des Covers. Die Abbildung des Wals in verschiedenen Blauschattierungen und die Haptik der erhabenen Buchstaben sind wirklich außergewöhnlich schön. Kelly Andersons Schreibstil und ihre bildhafte Sprache und Naturbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Für mich ist das große Manko des Romans, dass viele Fragen unbeantwortet und als ungelöstes Rätsel stehen bleiben.