Magischer Realismus

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Die junge Erwachsene Annie ist auf einem Segelboot aufgewachsen, mit dem ihre Eltern an der Westküste Kanadas auf- und abgefahren sind. Jeden Sommer verbrachte sie viel Zeit in Hale’s Landing mit dem gleichaltrigen Evan. Die langjährige Freundschaft wurde immer tiefer, weshalb sie nun erstmals einige Tage bei ihrer Großmutter in Hale’s Landing auf dem Festland bleibt. Doch ein Tsunamie trifft den kleinen Küstenort und das Boot von Annies Eltern taucht nicht mehr auf. Stattdessen findet Annie am Strand Walker, der nichts über sich erzählt und zu dem sie sich auf unerklärliche Weise hingezogen fühlt.

Die Tage vergehen und der Ort muss sich die Frage stellen, ob sie bleibne oder gehen wollen. Annie trauert um ihre Eltern, während sie immer weniger zeit mit Evan verbringt, der seinem Vater beim Familienunternehmen hilft, aber dafür einfach gerne bei Walker bleibt. Im Klappentext ist ein Wendepunkt angedeutet, auf den ich ständig gespannt gewartet habe, aber dann kam es ganz anders. Hier wurde die Geschichte dann auch eher langgezogen. Es passierte nichts SPannendes mehr und ich zu dem Zeitpunkt wusste ich auch nicht, was noch passieren sollte, also auf was ich noch warten sollte.
Seit dem Beginn der Geschichte hat sich mir ein Verdacht geregt, der mit kleinen Hinweisen immer weiter verfestigt wurde. Denn die Geschichte spricht mit dem Tsunami, dem zerstörten Wohnort und Trauer um Angehörige auch einige realistische Themen an, eines ist es aber nicht. Ich denke, man sollte vor dem Lesen wissen, dass das Buch dem magischen Realismus angehört. Ich habe immer auf eine Bestätigung meiner Vermutung gewartet, aber diese war dann auch recht unspektakulär.

Fazit:
"Das Jahr der Wale" ist eine vielschichtige Geschichte über Naturkatastrophen und deren Folgen, eine Dreiecks-Liebesgeschichte, Trauer und der Frage, wo man hingehört. Insgesamt ein recht ruhiges, manchmal zu langgezogenes Buch.