Mystisch und etwas verwirrend

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lisaliestviel Avatar

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Ich muss zugeben, gerade zum Ende hin ging mir die Handlung von „Das Jahr der Wale“ der Autorin Kelly Anderson doch etwas zu sehr ins Fantastische. Was als ruhige, feinsinnige und leicht mysteriöse Geschichte beginnt, verliert sich dann etwas im Ungewissen. Auch etwas unglücklich ist finde ich der Titel gewählt. Die Handlung macht mehrere Zeitsprünge und zieht sich dabei über Jahre hinweg und auch wenn Wale gelegentlich eine Rolle im Plot spielen, würde ich sie nicht als Titel gebend wahrnehmen. Aber auch sonst fällt es mir nicht leicht den Roman einzuordnen. Der Schreibstil liest sich angenehm und die Charaktere sind durch ihre hohe Individualität durchaus faszinierend. Auch der fortwährende Bezug zum Meer gefiel mir richtig gut und vermittelt trotz dem beschriebenen Unglück etwas beruhigendes. Das erste Drittel war erzählerisch finde ich richtig stark, der anschließende Bruch lässt die Handlung dann aber etwas unbestimmt vor sich hin dümpeln. Da mich auch das Ende nicht so richtig mitreisen konnte, lande ich bei soliden drei Sternen.