Wenn das Meer Geschichten erzählt

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mbiuchrsaela Avatar

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Schon das Cover von „Das Jahr der Wale“ hat mich sehr angesprochen.

Im Buch geht es hauptsächlich um Annie.
Sie lebt mit ihren Eltern auf einem Segelschiff wegen der starken Bindung ihrer Mutter zum Meer.
Versuche, Annie in die Schule zu schicken, scheitern.
Sie gilt als Sonderling und wird verspottet, erträgt die lauten Geräusche nicht.
Nur mit Evan, dem Sohn des Holzhändlers, freundet sie sich an.
Mit ihm verbringt sie ihren ersten Abend an Land.
Ausgerechnet an diesem Abend sterben ihre Eltern auf See durch eine Tsunamiwelle.

Bei der Suche entdeckt Annie am Strand einen halb nackten Mann (Walker), der kaum spricht und in schlechter Verfassung ist.
Er hilft ihr, ihr Trauma zu verarbeiten.
Die geheimnisvolle Beziehung der beiden bleibt geheimnisvoll und wird von einer Melodie begleitet, die offenbar nur Annie hören kann.

Ihre Wege trennen sich, Annie zieht gemeinsam mit Evan in die Stadt.
Evan ist immer an ihrer Seite,
Annie stürzt sich in ihre Arbeit.
Eines Tages hört sie wieder die Melodie
und erkennt, dass sie zum Meer zurück muss.

Eine wunderschöne mystische Erzählung über eine starke Verbindung zur Natur.
Das Meer ruft förmlich nach Annie.
Ihre Mutter sagte immer:
„Lass dir vom Meer eine Geschichte erzählen.“

Um das Meer ranken sich Geschichten, in denen Wale sich in Menschen verwandeln können und Menschen zu etwas anderem werden können.

Annies Onkel Henry glaubt: Wenn wir nur lange genug draußen sind, werden wir irgendwann selbst zu Meerwasser.
Und dann steckt er tatsächlich seinen Finger ins Wasser und leckt ihn ab.

Die Geschichte zeigt, nicht alles und jeder Mensch muss erklärt oder vollständig verstanden werden.

Zum Schluss hat mir nur eines gefehlt: dass die Seiten dieses Buches die Melodien wiedergeben konnten, die das Meer Annie erzählt.

Ich empfehle "Das Jahr der Wale" an alle, die Meer und Umwelt lieben und die bereit sind, sich auf eine geheimnisvolle Erzählung einzulassen.