Wunderbar und schön

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Oh, dieses Cover! Ich liebe es einfach. Besonders schön ist auch, dass es kein Hochglanz-Einband ist, sondern festes Papier mit toller Haptik.
Aber nun zum Inhalt. Annie hat von Geburt an eine besondere Verbindung zum Meer. Sie wird mit ihren Eltern auf einem Segelboot groß, auf dem die Familie lebt, und kann besser schwimmen und tauchen als rennen. Doch während sie als 20 jährige über Nacht bei ihrem Freund Evan an Land ist, zerstört ein Tsunami an der pazifischen Küste Kanadas ihr bisheriges Leben. Die Eltern kommen nicht mehr zurück und Annie traut sich nicht mehr ins Meer. Sie bleibt zunächst bei ihrer Großmutter Ruth, deren Holzhaus verschont blieb. Täglich geht sie an den Strand, um ein Zeichen von ihren Eltern zu finden. Stattdessen findet sie dort einen jungen Mann, bewusstlos und unbekleidet. Er kann nicht erklären, woher er kommt, aber Annie spürt eine Verbindung zu ihm, die sie tröstet und ihr Halt gibt. Sie gerät in einen großen Konflikt, denn eigentlich liebt sie Evan.
Kelly Anderson schafft es in diesem Roman eine einfühlsame Atmosphäre von Traurigkeit, Bedrücktheit und Zerstörung zu schaffen, die mich mitgenommen hat. Durch Rückblenden wird diese Atmosphäre aber aufgebrochen, man erlebt Annie mit ihren Eltern und zwischen ihnen ist soviel Liebe, dass es einem warm ums Herz wird. Auch die Freundschaft mit Evan, den sie seit ihrem 7. Lebensjahr kennt, ist gekennzeichnet von einer tiefen Zuneigung und Verbundenheit, die die Autorin uns immer wieder spüren lässt.
Ich war beim Lesen fasziniert von diesen besonderen Stimmungen und der tollen, manchmal poetischen Sprache. Ungewohnt für mich waren die spirituellen und esoterischen Momente , die aber wunderbar eingewoben und von der Geschichte gut eingefasst waren. Ein besonderes Buch, dass emotional in mir nachhallt.