Zu mystisch für mich

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minijane Avatar

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Die Geschichte beginnt mit der Schilderung eines verheerenden Tsumamis an der kanadischen Westküste.

Der kleine Küstenort Hale‘s Landing wird fast vollständig zerstört. Es gibt viele Opfer zu beklagen. Annie und ihre Großmutter Ruth können sich retten und auch die kleine Fischerhütte ist wie durch ein Wunder stehengeblieben.

Aber Annie‘s Eltern waren zum Zeitpunkt der Katastrophe mit ihrem Segelschiff auf dem Meer und sind nicht wieder zurückgekehrt. Sehr wahrscheinlich sind sie gekentert und ertrunken.

Natürlich steht Annie unter Schock. Wie soll man mit dem Erlebten umgehen, wie wieder ins Leben zurückfinden?

In Rückblicken erfährt man von der Liebesgeschichte der Eltern, der tiefen Verbundenheit mit dem Meer, von Annie‘s besonderer Kindheit und ihrem Kindheitsfreund Evan.

Jetzt in der Gegenwart beginnen die Aufräumarbeiten, der tägliche Kampf ums Überleben. Es ist wenig Zeit zum Trauern. Hilfe von außerhalb ist in dem abgelegenen Küstenort auch so schnell nicht zu erwarten.

Dann taucht ein Fremder am Strand auf, ein Überlebender, den Annie und Ruth in ihre Hütte schleppen und medizinisch versorgen. Es ist ein wortkarger Mann, der nichts über seine Herkunft preisgibt und zu dem Annie von Beginn an eine innere Verbindung spürt. Doch ihr Herz gehört eigentlich immer noch Evan.

Ab hier wird die Geschichte mystisch und ich muss gestehen für mich schwierig.

Kelly Anderson hatte einen sehr poetischen Schreibstil, und mir gefielen besonders ihre atmosphärischen Naturbeschreibungen. Der Plot entwickelt sich nach einem vielversprechenden Anfang so ganz anders, als ich es erwartet hätte. Mit magischem Realismus hätte ich nicht gerechnet und das macht die Charaktere für mich irgendwie unnahbar und unrealistisch. Trotzdem habe ich die Geschichte nicht ungern gelesen, konnte mich aber besonders in Annie oft gar nicht einfühlen.

Den Buchtitel finde ich nicht ganz passend und was ich sehr schade und störend fand , waren einige Rechtschreibfehler im Text. Da bin ich vielleicht etwas pingelig.

Insgesamt war es für mich leider ein eher durchwachsenes Leseerlebnis mit guten und weniger guten Passagen.