Freibadmäßig? Leider nicht...

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mazapán Avatar

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Libby Page ist mir mit ihrem Debütroman "Im Freibad" sehr positiv in Erinnerung geblieben. Eine wichtige Botschaft, das Thema Freundschaft unkitschig dargestellt und trotzdem warmherzig und berührend erzählt, und in London spielend. Ich hatte sie die letzten Jahre etwas aus dem Blickfeld verloren, deswegen wollte ich unbedingt wieder etwas von ihr lesen. Als "Das Jahr voller Bücher und Wunder" erschienen ist, habe ich mir vorgenommen, es während der Weihnachtszeit zu lesen. Ein Buch über Bücher (ich liebe Bücher über Bücher!) und letztendlich das Cover mit dem winterlichen Motiv schienen mir perfekt, um meine freien Tage zu verbringen.
Leider wurde mir schnell klar, dass dieses Buch wenig mit der Libby Page von "Im Freibad" zu tun hatte, die ich schon kannte.
Mir kam die Handlung etwas gewöhnlich vor und sogar ein bisschen vorhersehbar - ok, am Ende war es nicht so vorhersehbar, wie ich am Anfang gedacht hatte, aber das Buch enthielt zu wenige Überraschungen und interessante Wendungen.
Die Protagonistin erhielt jeden Monat ein neues Buch geschenkt, das in ihr etwas hervorgerufen oder verändert hat. Manchmal fühlte sie sich dadurch inspiriert, etwas zu wagen, was sie sich sonst nie getraut hätte. Klingt wirklich gut und spannend vor allem. Und natürlich war es genau das, was mir bei der Stange hielt.
Was den Schreibstil angeht, hatte ich das Gefühl, als würde ich teilweise eine einfache Liebesgeschichte lesen. Und auch hätte ich gedacht, dass es noch mehr London darin vorkommt, so wie in ihrem ersten Roman der Fall war.
Am Ende habe ich mein Ziel erreicht: Buch während der Feiertage gelesen, es ein bisschen genossen, und mich gleichzeitig gefragt, wie ihre zwei anderen Romane sind... ob freibadmäßig, oder eher dasjahrvollerbücherundwundermäßig... die klingen nämlich auch sehr schön... und die habe ich auch hier zu Hause... mal sehen.