Dicht und bildstark

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raoulchagny Avatar

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Mit "Das Knistern im All" legt Stephan Lohse einen kurzen Coming-of-age-Roman vor, der sich vor allem durch seine sprachliche Gestaltung von anderen Büchern dieses Genres unterscheidet. Dicht und verwoben, assoziativ und bildstark gestaltet Lohse den Sprachstil seines Romans. Ohne Unterlass reiht Lohse ungefilterte Eindrücke und Assoziationsketten des 15-jährigen Matti aneinander. Das liest sich eindrucksvoll und soghaft. Geschickt schafft Lohse es so, die Sinnsuche Mattis und seine Auseinandersetzung mit den Problemen des Erwachsenwerdens, aber auch mit seiner psychischen Erkrankung direkt erfahrbar zu machen. Im Hinblick auf die sprachliche Dichtheit erscheint der kurze Umfang des Buches passend. Gleichwohl geraten so Handlung und Figurenzeichnung ein wenig in den Hintergrund. Nichtsdestotrotz ist "Das Knistern im All" empfehlenswert.