Ein Buch so weird wie das Erwachsenwerden
Auf einer Klassenfahrt nach Amrum erleidet der fünfzehnjährige Matti einen psychischen Zusammenbruch. Er hat einen Filmriss, sieht eine Antilope und weiß einfach nicht mehr, wie ihm geschieht. Wieder zu Hause, beginnt er eine Therapie, denn seine Krankheit hat eine Nummer, ist also klar benennbar. Doch wirklich geholfen wird ihm auch in der Psychiatrie nicht - so mein Eindruck.
„Das Knistern im All“ ist mit 167 Seiten ein recht kurzes (Jugend-) Buch aus dem Suhrkamp-Verlag. Klar hätte man alles noch breiter auswälzen können, aber mir gefiel gerade die Kürze, zumal in den einzelnen Sätzen so viel drin steckt. Sie wirken zum Teil abgehackt, zum Teil poetisch, zum Teil weird. Damit drücken sie die Atmosphäre der jeweiligen Handlung perfekt aus.
Wie Stephan Lohse das Leben der Jugendlichen beschreibt, ist so genial getroffen. Ich wurde quasi in meine eigene Pubertät zurückversetzt mit dem kompletten Gefühlschaos, dem man in dieser Zeit unterliegt. Der Zusammenhalt der Freunde und Freundinnen bedeutet so viel und Matti kann sich glücklich schätzen, dass er diese Freund:innen hat, die vorbehaltlos für ihn da sind. Hier wird es dann aber auch etwas unglaubwürdig für mich, denn die Jugendlichen treiben hier Dinge, die extrem abgedreht sind. Und Mattis Eltern sind anscheinend dermaßen reich, dass sie einfach alles bezahlen, ohne mit der Wimper zu zucken. Da hätte ich ein wenig mehr Normalität besser gefunden. Gut ist immerhin, dass Mattis Freund:innen nicht so reich sind, sondern alle möglichen soziale, ethnische, religiöse und sexuelle Hintergründe haben.
„Das Knistern im All“ ist mit 167 Seiten ein recht kurzes (Jugend-) Buch aus dem Suhrkamp-Verlag. Klar hätte man alles noch breiter auswälzen können, aber mir gefiel gerade die Kürze, zumal in den einzelnen Sätzen so viel drin steckt. Sie wirken zum Teil abgehackt, zum Teil poetisch, zum Teil weird. Damit drücken sie die Atmosphäre der jeweiligen Handlung perfekt aus.
Wie Stephan Lohse das Leben der Jugendlichen beschreibt, ist so genial getroffen. Ich wurde quasi in meine eigene Pubertät zurückversetzt mit dem kompletten Gefühlschaos, dem man in dieser Zeit unterliegt. Der Zusammenhalt der Freunde und Freundinnen bedeutet so viel und Matti kann sich glücklich schätzen, dass er diese Freund:innen hat, die vorbehaltlos für ihn da sind. Hier wird es dann aber auch etwas unglaubwürdig für mich, denn die Jugendlichen treiben hier Dinge, die extrem abgedreht sind. Und Mattis Eltern sind anscheinend dermaßen reich, dass sie einfach alles bezahlen, ohne mit der Wimper zu zucken. Da hätte ich ein wenig mehr Normalität besser gefunden. Gut ist immerhin, dass Mattis Freund:innen nicht so reich sind, sondern alle möglichen soziale, ethnische, religiöse und sexuelle Hintergründe haben.