Ein Liebesbrief an die Freundschaft

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Matti ist 15 und aus wohlsituiertem Haus. Wir lernen ihn auf der Fähre nach Amrum kennen, wo es mit der Zehnten auf Klassenfahrt hingeht: „Andere fuhren nach Rom oder Paris. Oder nach Amsterdam. Pöllisch, Englisch und Physik und seit der Achten unser Klassenlehrer, hatte Amsterdam von vornherein ausgeschlossen. Ihm sei es zwar egal, auf welche Weise wir unser Leben vergeigten, er würde es nur vorziehen, dabei nicht zusehen zu müssen.“

Was sowohl sprachlich als auch inhaltlich witzig beginnt, kippt schon bald ins Bedrohliche: In den Amrumer Dünen erlebt Matti einen psychischen Zusammenbruch. Während er noch versucht, das Geschehene zu verarbeiten, bilden seine Freunde einen Schutzkreis um ihn:

„Sie hatten sich Sorgen gemacht. Aliya, Flo, Grumbach, Can und Anna setzten sich zu mir. Ihre Körper schirmten mich ab. Sie deichten mich ein, und Anna kümmerte sich um mich.“

Matti versinkt immer tiefer in der Psychose. Und irgendwann droht die Situation zu eskalieren.

Das Knistern im All ist ein Coming-of-Age-Roman voller Schmerz, Witz und Liebe (und, ganz nebenbei, mit einem wunderschönen Cover). Vor allem: ein 167 Seiten langer Liebesbrief an die alles überwindende Macht der Freundschaft. Ein starker und sprachgewandter Roman aus dem Inneren einer Teenagerseele, der mich sehr berührt hat und dessen Ende Hoffnung verspricht.